
Nach über 160 Jahren ist ein beliebter und bekannter Getränkehersteller pleite. Auch die große Supermarktkette Rewe ist in diesen Prozess involviert. Doch anders, als man zunächst denken könnte.
Ein großer Getränkehersteller muss nach über 160 Jahren die Segel streichen und den schweren Weg in die Insolvenz gehen. Es gab leider keine andere Option, doch der Supermarkt Rewe könnte hier eine wichtige Rolle spielen.
Weniger Konsum und hohe Kosten: Getränkehersteller in der Krise
Ein Getränkehersteller nach dem anderen geht pleite. Und dabei ist es egal, ob ein Unternehmen bereits seit Jahrhunderten oder erst seit einigen Jahren am Markt ist. Es trifft die großen wie die kleinen Hersteller. Denn auf dem Getränkemarkt hat sich seit einigen Jahren viel getan. Die Kunden kaufen bestimmte Getränke einfach nicht mehr. Zum Beispiel sind bestimmte Biersorten bei den Verbrauchern nicht mehr so beliebt. Dies veranlasste beispielsweise Aldi dazu, sein Angebot an Biersorten auf über die Hälfte zu reduzieren. Große Biermarken flogen kurzerhand aus den Regalen.
Getränkehersteller pleite: „Rewe als das Zünglein an der Waage“
Nach 160 Jahren auf dem Markt muss nun der Getränkehersteller Mauritius GmbH Insolvenz anmelden. Die 51 Mitarbeiter bekommen ihr Geld für die nächsten drei Monate nun von der zuständigen Arbeitsagentur. Bisher läuft der Betrieb wie gewohnt weiter. Die Auslieferungen an die Vertragspartner finden wie vereinbart statt. In finanzielle Schieflage geriet das Unternehmen zum einen aufgrund der hohen Rohstoff- und Energiekosten sowie der Personalkosten. Zum anderen geht der Konsum der Kunden zurück. Immer weniger Menschen wollen Bier kaufen. In dieser schwierigen Lage laufen die langfristig geschlossenen Verträge mit den Partnern zu alten, also nicht mehr aktuellen, Konditionen weiter.
Trotzdem sieht die Geschäftsführung positiv in die Zukunft. Denn zum einen gibt es einen langfristigen Vertrag mit Rewe Ost in Thüringen, Brandenburg, Berlin, Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt. Hier gibt es schon lange das Bier „Kosmonaut“ zu kaufen. Genau diese Verträge könnten der Brauerei Mauritius GmbH nun in die Zukunft helfen. Außerdem hofft man auf höhere Preise im Einzelhandel, womit man die Kosten wieder decken könnte.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














