Auf der Kippe: Diese Galeria-Warenhäuser stehen vor dem Aus

Das grüne Logo einer Galeria-Kaufhof-Filiale, welches an einem hellen Gebäude mit Fenstern befestigt ist, wird abgenommen. Der Standort scheint geschlossen zu werden. Zwei Bauarbeiter sind gesichert und schweben an der Wand des Gebäudes.
Symbolbild © istockphoto/FooTToo

Es sollte nach jahrelangem Kampf endlich wieder ruhiger und sicherer werden. Doch nun stehen wohl wieder Galeria-Warenhäuser vor dem Aus. Die Angestellten können es gar nicht fassen und wappnen sich gegen den nächsten Schlag.

Ein Jahr nach dem Insolvenzverfahren ging es endlich wieder bergauf. Doch nun droht der nächste Schlag: Wieder sollen einige Galeria-Warenhäuser vor dem Aus stehen. Nach so vielen Tiefschlägen können es die Mitarbeiter wohl immer noch nicht fassen.

„Es ging endlich wieder bergauf“: Neuer Kahlschlag droht jetzt im Einzelhandel

Jahrelang haben die Mitarbeiter gehofft, gezittert und gekämpft. Viele von ihnen haben ihren Job verloren. Andere konnten bleiben, mussten aber mit erheblichen Abstrichen klarkommen. 2024 fand sich endlich ein neuer Eigentümer. Die Warenhauskette schrumpfte auf nur noch 83 Häuser mit 12.000 Angestellten.

Ein Jahr nach der Insolvenz schrieben sämtliche Filialen endlich wieder schwarze Zahlen. Die Angestellten zeigten sich erleichtert, ebenso wie die Unternehmensführung. In der heutigen Wirtschaftslage habe es der stationäre Einzelhandel schwer, heißt es. Billiganbieter und Onlineshops würden es großen Kaufhausketten schwer machen. So manche Galeria-Filiale bangte um ihre Existenz, denn man fürchtete, dass das Weihnachtsgeschäft nicht so lohnend ausfallen würde, wie es für den Aufschwung des Unternehmens gut wäre. Nun droht der nächste Kahlschlag. Und wieder kommen die Mitarbeiter nicht zur Ruhe.

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Diese Galeria-Warenhäuser stehen vor dem Aus: „Müssen auf die Wirtschaftlichkeit achten“

Was sich also zunächst noch positiv anhörte und hoffen ließ, dass es auch in diesem Jahr für alle Filialen gut weitergehen könnte, wird nun massiv gedämpft. Denn Galeria verhandelt an gleich acht Standorten mit den Vermietern. In den Filialen in München am Rotkreuzplatz, in Berlin am Kurfürstendamm und Hermannplatz, in Köln an der Hohen und Breiten Straße sowie in Aschaffenburg, Braunschweig und Mannheim bangen die Angestellten nun wieder um ihre Arbeitsplätze. Denn laut dem Unternehmen seien die Mieten einfach zu hoch, weshalb diese Filialen nicht wirtschaftlich arbeiten würden.

Ein ganz besonderer Fall ist dabei die Filiale in Berlin am Alexanderplatz. Zwar verlängerte das Warenhaus mit dem Vermieter die Nutzung der Räume bis Ende 2027. Dennoch haben die Stadt und der Eigentümer andere Pläne. Letzterer wünscht sich eine Mischnutzung und will die Zentral- und Landesbibliothek als Mieter gewinnen. Dies scheiterte bislang an der Miethöhe. Laut Galeria kämpfe man um jeden Standort, denke jedoch im Falle eines Scheiterns bereits an einen Interessenausgleich und an einen Sozialplan. Für die Galeria-Mitarbeiter ist dies wohl nur ein schwacher Trost, denn das Hoffen und Bangen geht weiter.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Unternehmensmitteilung Galeria)