Aufgeben: Weitere Metzgerei nach Enttäuschungen geschlossen

Eine Fleischtheke. In der Theke liegen verschieden Sorten Fleisch aus. Ein Mitarbeiter nimmt gerade ein frisches Fleischstück heraus, um es für den Kunden zu verpacken.
Symbolbild © imago/Martin Wagner

Nach mehreren Enttäuschungen hat nun der Inhaber einer Metzgerei aufgegeben und schließt seinen Betrieb. Er hatte einfach keine Kraft und keine Lust mehr, unter diesen Bedingungen arbeiten zu müssen.

So wollte der Inhaber einer Metzgerei einfach nicht mehr weitermachen und hat seinen Betrieb nach gleich mehreren Enttäuschungen geschlossen. Eine traurige Entwicklung einer weiteren Fleischerei.

Immer mehr Metzgereien müssen aufgeben: „Hat keine Zukunft mehr“

Bäckereien, Fleischereien – immer mehr Handwerksbetriebe machen dicht. Die Gründe sind dabei zwar sehr individuell, jedoch ziehen sich viele von ihnen auch quer durch die Branche. Gestiegene Energie- und Personalkosten einerseits sorgen dafür, dass immer mehr Betriebe schließen müssen, denn andererseits kommt zu wenig Geld rein. Die Verbraucher kaufen lieber Fleisch in den Supermärkten und Discountern zu einem deutlich günstigeren Preis oder verzichten aus diversen Gründen komplett auf tierische Produkte.

Aufgrund dieser Entwicklung finden immer weniger Fleischerei-Betreiber einen qualifizierten Nachfolger. Wer jetzt aus Alters- oder Gesundheitsgründen aufhören muss, schließt damit meist auch eine jahrzehntelange Geschichte. Zudem finden die Betriebe kaum noch Angestellte und Auszubildende, sodass sie sogar auf junge Menschen aus anderen Ländern zurückgreifen müssen. Da Metzgereien keine Zukunft mehr bieten, will kaum noch jemand neu anfangen.

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Metzgerei nach Enttäuschungen geschlossen: „So funktioniert das nicht“

Ein 36-jähriger Mann hat jedoch selbst jahrelang als angestellter Metzger gearbeitet und wollte sich in das Abenteuer einer eigenen Fleischerei stürzen. Vor vier Jahren übernahm Rafael Kehl ie Metzgerei von Thomas Luchsinger in Volketswil ZH. Nach eigenen Angaben war er sehr aufgeregt, wollte jedoch das Abenteuer, selbst Chef zu sein, unbedingt starten. Voller Optimismus suchte er Angestellte, um die viele Arbeit bewältigen zu können.

Und genau mit dieser Suche begannen die Enttäuschungen, so Kehl. Er habe einfach keinen Angestellten gefunden, der über die notwendige Arbeitsmoral verfügen würde. Und auch die Kundenbeschwerden häuften sich. So soll ein 25-jähriger Angestellter frech zu den Kunden gewesen sein. Ein 22-Jähriger habe noch in der Probezeit so viele Krankheitstage gehabt, dass er diesen wieder entlassen hat. Eine weitere Angestellte musste er entlassen, weil diese Fleisch gestohlen hatte. Auch beim Einstellen von älteren Arbeitnehmern habe er kein Glück gehabt, erzählt der Inhaber weiter. Sie würden ausfallen wegen persönlicher Probleme oder wegen mangelhafter Arbeitsleistung. Nun hat Rafael Kehl die Nase voll gehabt und hat seine Metzgerei Anfang Mai wieder geschlossen.

(Quellen: Nau.ch, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)