Aufgedeckt: In immer mehr Käsesorten ist Kunststoff enthalten

Verschiedene Käsescheiben liegen nebeneinander. Es handelt sich um Scheiben von Emmentaler und Gouda, aber auch um Lochkäse und Käsestücke. Auch ein veganer Käse ohne tierische Zusätze ist dabei.
Symbolbild © imago/baibaz

Aufgepasst: In vielen Käsesorten ist schon lange Kunststoff Teil der Zutatenliste. Verbraucher sollten sich besser genau informieren, bevor sie genüsslich in ihr großes Stück Gouda beißen.

An Käse ist längst nicht alles essbar. Tatsächlich enthalten immer mehr Käsesorten Kunststoff, den ahnungslose Deutsche mitessen. Es gibt jedoch einen Trick.

Das wissen Tausende Deutsche nicht

Käse ist neben Salami und Schinken einer der beliebtesten Brotbeläge in Deutschland. Gouda, Emmentaler und Co sind nicht nur lecker, sondern enthalten auch viele Proteine, weshalb Sportler sie als Lebensmittel gerne in ihren Alltag einbauen. Es gibt dabei jedoch ein Problem, auf das nun ein Influencer aufmerksam macht.

Der TikTok-Creator Berkan verkündet geschockt in einem Video, dass er 26 Jahre lang dachte, dass er die Rinde seines Goudas mitessen kann. Er ging, so wie viele andere Verbraucher, davon aus, dass es sich dabei einfach um einen natürlichen Teil des Produktes handelt. Dabei irrt er jedoch gewaltig. Denn nicht jeder Käselaib hat eine lange gereifte Rinde. Teilweise ist in den Käsesorten auch Kunststoff als Rinde enthalten.

Ekelhaft: Viele essen das Plastik mit

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Viele Käsearten entwickeln eine Rinde, weil die Laibe von den Herstellern entsprechend verarbeitet werden. Konkret wird dabei Salz darauf gestreut und sie dann bis zu drei Tage lang in ein Salzbad eingelegt. Innerhalb dieses Reifungsprozesses wird das Äußere des Käses dann härter und härter.

Vor allem bei festen Exemplaren wie Gouda oder Edamer machen sich Hersteller das Ganze jedoch gerne einfach. Bei diesen Sorten ist häufig Kunststoff anstelle dessen zu finden. Konkret setzen Firmen dabei meist Wachs, Paraffin oder Kunststoff ein, um das Lebensmittel vor der Austrocknung und unerwünschten Keimen zu schützen. Diese Plastik-Rinde sollten Verbraucher selbstverständlich unter keinen Umständen essen. Für die Unterscheidung gibt es einen einfachen Trick: So sollte jede Zutatenliste kurz geprüft werden. Häufig findet sich auf den Verpackungen der Hinweis „Kunststoffüberzug – nicht zum Verzehr geeignet“ oder „Kunststoffüberzug mit Natamycin und Farbstoff“. Natamycin gehört durch die Tatsache, dass es ein als Konservierungsstoff zugelassenes Antibiotikum ist, nicht in den menschlichen Darm. In dem Fall gilt: Finger weg!

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, TikTok, Verbraucherzentrale, Bundeszentrum für Ernährung, Lebensmittelverband Deutschland)