
Es gibt keine Rettung: Eine bekannte Traditionsbäckerei kann ihre Rechnungen nicht mehr begleichen und muss zahlreiche Filialen für immer schließen. Doch es gibt überraschend positive Neuigkeiten in der Krise.
Eine bekannte Bäckereikette hat es nicht unbeschadet durch die Krise geschafft. Jetzt ist endgültig klar: Die Inhaber müssen viele Filialen für immer schließen. Doch es ist nicht das komplette Aus.
Der Plan ist nicht aufgegangen
Selbst die größten Traditionsunternehmen tun sich während der aktuellen wirtschaftlichen Lage teilweise schwer, sich am Markt zu halten. Und auch für die meisten kleinen und mittelständischen Firmen ist die Kombination aus Corona-Krise, Auswirkungen des Ukraine-Kriegs und explodierenden Preisen in allen Geschäftsbereichen eine sehr große Herausforderung. Viele Inhaber müssen aufgeben und dazu gehört seit April dieses Jahres auch die Bäckerei Mäschle aus Laupheim. Seither ist das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung unter der Betreuung von Rechtsanwalt Michael Winterhoff als Restrukturierungsbeauftragten im Gange.
Die Brüder Harald und Christian Mäschle haben das Geschäft bereits im Jahr 1996 von ihrem Vater übernommen und beschäftigen mittlerweile knapp 120 Mitarbeiter, deren Jobs durch die neue Situation auf der Kippe stehen. Die Inhaber haben jedoch von Beginn an klargemacht, dass sie die Arbeitsplätze erhalten möchten. Der Insolvenzverwalter Florian Schiller von der Pluta Rechtsanwalts GmbH berichtet, dass man sich vor diesem Hintergrund seit der Insolvenz darum gekümmert habe, die 14 Filialen möglichst mit eigenen finanziellen Mitteln zu sanieren. Das Ziel war es, dass alle Filialen im Herbst 2024 wieder genug Umsatz einbringen und bestehen können. Doch Winterhoffs Pläne sind gescheitert. Jetzt muss die Bäckerei doch zahlreiche Filialen schließen.
Es ist noch nicht ganz vorbei
Aktuellen Informationen zufolge hatte die Traditionsbäckerei schon geraumer Zeit aufgrund von Umsatzeinbrüchen zu kämpfen. Mit den Restrukturierungsplänen schien der zuständige Rechtsanwalt tatsächlich auch erst einmal Erfolg zu haben. Doch letztendlich reichte die Steigerung der Umsätze nicht aus, um alle Filialen zu retten. So wurde aus dem Verfahren in Eigenverantwortung schnell ein reguläres. Am 01. Oktober wurde dann auch der Betrieb in allen Filialen ausnahmslos eingestellt. Doch jetzt gibt es eine überraschende Wendung und eine gute Nachricht.
Zwar muss die Bäckereikette zahlreiche Filialen tatsächlich für immer schließen. Doch sechs der Filialen können die Brüder nun doch im Rahmen des Sanierungsplanes weiterführen und somit immerhin 100 von insgesamt 120 Arbeitsplätzen retten. Gerettet werden konnten die Geschäfte in Laupheim, Erbach, Warthausen und Schemmerhofen. Zudem hat die Bäckerei Straib erklärt, Filialen übernehmen zu wollen. Um wie viele es sich dabei handelt, ist noch unklar.














