
Eine neue Entwicklung lässt wohl so manchen Verbraucher fragen, ob klassische Zahlungsmittel bald gestrichen werden sollen. Wer diese Sorge teilt, sollte folgende Details zur europäischen Innovation kennen, die vieles verändern soll.
Mit der Einführung einer neuen Zahlungsmethode soll für Verbraucher alles transparenter und leichter werden ‒ so lautet der Plan. Allerdings steht die Befürchtung im Raum, dass andere Bezahlmethoden vor dem Aus stehen könnten.
Die Einführung einer neuen Bezahlmethode ist geplant
Sie sind nicht mehr wegzudenken: US-amerikanische Zahlungsanbieter wie PayPal und Amazon Pay sind in Deutschland und Europa zum festen Bestandteil des Alltags vieler Verbraucher geworden. Amerikanische Kreditkarten wie Visa und Mastercard sind zudem globale Spitzenreiter. Um nicht mehr von ausländischen Anbietern abhängig zu sein und um den Datenschutz zu erhöhen, soll nun eine europäische Infrastruktur geschaffen werden. Deshalb ist die Einführung des sogenannten Digitalen Euros geplant. Für so manchen stellt sich damit jedoch die Frage, wie sich die Umsetzung auf klassische Zahlungsmittel im Handel auswirken könnte.
Bürger fragen sich, ob bestimmte Zahlungsmittel gestrichen werden
Eine von der Deutschen Bundesbank beauftragte und von forsa durchgeführte Umfrage zeigt, wie deutsche Verbraucher zum Digitalen Euro stehen. Rund 50 Prozent der Befragten wären prinzipiell offen für ihn ‒ als Ergänzung zu bestehenden Zahlungsmethoden. Es handelt sich um elektronisch zur Verfügung stehendes Bargeld mit einer Offline-Funktion. Geplant ist, dass es so anonym wie möglich, kostenfrei und in der gesamten Eurozone nutzbar sein soll.
In Brüssel berät die EU-Kommission über die Details. Datenschützer warnen bereits davor, dass es eine komplette Anonymität nicht geben könnte. Zudem befürchten einige Bürger offenbar, dass traditionelle Scheine und Münzen so vor dem endgültigen Aus stehen könnten. Klar ist aber: Trotz einiger Spekulationen führt der Digitale Euro nicht dazu, dass andere Zahlungsarten wie Bargeld oder Kartenzahlung gänzlich wegfallen. Vielmehr stellt die neue Bezahlmethode eine zusätzliche Option dar. Die offizielle Einführung ist nach aktuellem Stand frühestens ab 2029 denkbar.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Euronews, DER WESTEN)














