
Der Ausverkauf einer bekannten Discounter-Kette sorgt nun für Aufsehen. Wer ein Schnäppchen machen will, sollte aufpassen: Dieses Unternehmen ist betroffen – und so steht es um die Zukunft des Händlers.
Es sind gute, aber auch traurige Nachrichten für Fans des Discounters, der jetzt Schnäppchen ermöglicht und zugleich in der Krise steckt. Alle wichtigen Details.
Deutschlands Einzelhandel steckt in einer tiefen Krise
Es ist denkbar unkompliziert geworden, schnell an Schnäppchen zu kommen. Ein Klick auf dem Smartphone, Lieferung direkt bis an die Haustür und oft noch niedrigere Preise: Das bietet der Onlinehandel. Er hat das Einkaufsverhalten vieler Menschen grundlegend verändert. Millionen Händler profitieren. Zugleich leidet der stationäre Handel – und das nicht nur in Deutschland.
Allerdings ist die Konkurrenz aus dem Netz nicht das einzige Problem der Unternehmen. Insgesamt sorgen auch die hohen Kosten für steigende Betriebsausgaben und wachsende Schuldenberge. Dass viele schlussendlich in der Insolvenz landen, verwundert wenige. Der Handelsverband Deutschland (HDE) bleibt realistisch und geht für das Geschäftsjahr 2026 von einem Verlust von 4.900 Geschäften aus. Ein Kult-Discounter ist betroffen, denn er ist nicht nur in die Insolvenz gerutscht, sondern muss auch Filialen schließen.
Ausverkauf: Diese Discounter-Kette ist betroffen
Insgesamt betreibt das Unternehmen 41 Geschäfte. Nach aktuellem Verhandlungsstand wäre es inzwischen möglich, dass ein Großteil erhalten bleibt, jedoch könnte der Name geändert werden. Das könnte mehr als 30 Filialen betreffen. Gespräche mit Investoren laufen. Dabei geht es um die ostdeutsche Discounter-Kette Groschen-Markt. Sie ist in mehreren Bundesländern vertreten, darunter in Sachsen und Thüringen. Immerhin: Wer noch günstige Osterschnäppchen sucht, kann sein Glück nun im großen Ausverkauf versuchen.
Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, wie hohe Personalkosten und die Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Vom Erhalt der einzelnen Filialen hängt indessen auch ab, wie viele der Mitarbeiter des Schnäppchenanbieters ihren Arbeitsplatz behalten können. Somit verfolgen wohl nicht nur Kunden, sondern vor allem die Belegschaft die Entwicklung mit großer Sorge. Betreiber der Groschen-Märkte ist die DEC Handelsgesellschaft mbH.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














