Besser nicht essen: Beliebte Kekse fallen durch

Ein Kunde hält zwei Kekspackungen in der Hand. Sie scheint die beiden miteinander zu vergleichen. Im Hintergrund sieht man weitere Kekssorten in den Regalen eines Supermarktes oder Discounters
Symbolbild © istockphoto/sergeyryzhov

Öko-Test hat verschiedene Sorten von Keksen unter die Lupe genommen. Das Ergebnis schockiert: Ausgerechnet die Kundenlieblinge bleiben hinter den Erwartungen zurück. Doch es gibt auch klare Sieger.

Davon sollte man lieber die Finger lassen! Diese beliebten Kekse schneiden bei der Kontrolle von Öko-Test nicht gerade mit der Bestnote ab. Hier sollten Kunden in Zukunft lieber vorsichtig sein.

Diese Kekse hat fast jeder im Haus: Leckerei für Groß und Klein

Schon vor der Werbung „Nur echt mit 52 Zähnen“ war der Butterkeks von Leibnitz den Bürgern hierzulande bekannt. Er wurde bereits 1891 auf den Markt gebracht – damals noch unter dem Namen „Leibniz-Cakes“, benannt nach dem berühmten Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz. Obwohl es im Supermarkt unzählige günstigere Nachahmungen gibt, bleibt der Leibniz-Butterkeks von Bahlsen der unangefochtene Marktführer in Deutschland. Seine enorme Beliebtheit und der Status als „Keks aller Kekse“ basieren auf einer Mischung aus historischem Vorsprung, genialem Marketing und emotionaler Prägung. Allerdings kaufen viele Kunden auch andere Butterkeks-Marken, darunter die günstigen Eigenmarken.

Beliebte Kekse fallen durch: Urteil fällt eindeutig aus

Öko-Test hat nun ganz aktuell und umfassend Butterkekse unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse wirbelten viel Staub auf, denn jeder zweite getestete Butterkeks fiel durch Schadstoffe auf. Ausgerechnet der Marktführer Leibniz landete dabei nur im enttäuschenden Mittelfeld. Von insgesamt 19 untersuchten Produkten erhielten acht das Urteil „sehr gut“ und sieben weitere ein „gut“. Überraschenderweise setzten sich vor allem die günstigen Eigenmarken der Discounter und Supermärkte an die Spitze. Unter anderem die Butterkekse von Lidl, Penny und Rewe erhielten die Note „sehr gut“. Diese Produkte überzeugten durch Schadstofffreiheit, tadellosen Geschmack und den Verzicht auf unnötige Zusatzstoffe.

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Der berühmte „Leibniz Original Butterkeks“ von Bahlsen hingegen enttäuschte die Prüfer und kam über ein „befriedigend“ nicht hinaus. Während die Discounter-Kekse ihren Geschmack aus echter Butter und Mehl ziehen, setzt Bahlsen beim Original auf den Zusatz von Aroma. Im Leibniz-Keks wurden außerdem zugesetzte Phosphate nachgewiesen. Diese stehen in der Kritik, da ein hoher Konsum den Nieren schaden und das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen kann. Ein paradoxes Ergebnis zeigte sich bei den Bio-Butterkeksen. Mehr als die Hälfte der getesteten Bio-Varianten war deutlich zu stark mit Acrylamid belastet. Bei den konventionellen Produkten gab es dieses Problem dagegen kaum.

(Quellen: Öko-Test)