Bärlauch einfach im Wald sammeln – Bis zu 10.000 Euro Bußgeld

Ein in dem Bild nicht zu erkennender Mann bückt sich gerade in einem wilden Feld voller Blätter und pflückt einige davon. Er hat vor sich einen Korb stehen und legt die Blätter dort hinein.
Symboilbild © istockphoto/hsvrs

Spartipps sind bei den Deutschen momentan sehr beliebt. So gehen auch viele Menschen in den Wald, um Bärlauch zu sammeln. Doch aufgepasst! Dies kann mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro ein teurer Spaß werden.

Mit dem März hat die Saison für den Bärlauch im Wald begonnen, sodass immer mehr Menschen ihn nun sammeln gehen. Hier lauern jedoch gleich zwei große Gefahren, weshalb man unbedingt die Regeln beachten sollte.

Pilze, Holz, Kräuter: Der Wald bietet natürliche Lebensmittel und andere Ressourcen

Zu jeder Jahreszeit bringen der Wald und die Natur Lebensmittel und Ressourcen hervor, die die Menschen vor Jahrhunderten gerne genutzt haben. Auch heute gibt es noch Naturliebhaber, die sich an den Nahrungsmitteln erfreuen und sie gerne einsammeln. Dies geschieht jedoch nicht mehr nur aus reiner Naturliebe, sondern auch aus dem Wunsch oder der Notwendigkeit heraus, sparen zu müssen.

Im Herbst geht es ans Pilze, Blätter und Holz sammeln. Zur Sommerszeit erfreuen sich viele an den Obstsorten, die es an dem einen oder anderen Strauch gibt. Im Frühling schießen nun einige Kräuter in ungeheuren Mengen aus dem Boden und locken Naturfreunde wie Sparfüchse gleichermaßen an.

Bärlauch im Wald sammeln: Vorsicht ist geboten!

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In Buchen- und Laubmischwäldern findet sich nun Bärlauch wie Sand am Meer. Wie ein grüner Teppich bedeckt er den Boden des Waldes. Und lockt damit prompt die Menschen an. Das beliebte Grünzeug wird gerne zum Verfeinern von Pasta, Saucen und Salaten verwendet. Kenner berichten, dass es wie Knoblauch riecht. Dieser Duft zieht die Menschen dann nämlich in die richtige Richtung. Doch beim Einsammeln sollte man Vorsicht walten lassen, denn es drohen gleich zwei Gefahren.

Zum einen verwechseln Fachunkundige den Bärlauch mit giftigen Doppelgängern wie Maiglöckchen, Herbstzeitlosen oder Aronstab. Die Herbstzeitlosen sind dabei besonders giftig. Schon geringe Mengen können zu einer tödlichen Vergiftung führen. Deshalb sollte man genau hinschauen. Bärlauch wächst einzeln aus dem Boden und die Blattunterseite ist mattgrün. Von dem Zerreiben der Pflanze zur Identifizierung raten die Menschen ab. Denn wer einmal Bärlauch in der Hand zerrieben hat, dem haftet dort der typische Knoblauchgeruch an. Dies kann dazu führen, dass fälschlicherweise auch die giftigen Doppelgänger als Bärlauch identifizert werden. Zudem gilt: Wer mehr pflückt, als in eine Hand passt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)