Bakterien-Alarm: Hersteller ruft seine Fleischprodukte sofort zurück

Auf dem Bild ist eine Fleischtheke zu sehen, in der verschiedene Fleischsorten übersichtlich unter einer Glasscheibe ausgelegt sind. Die Ware ist klar voneinander getrennt.
Symbolbild © imago/Martin Wagner

Ein beliebtes Fleischprodukt steht plötzlich im Fokus eines dringenden Rückrufs: Der Hersteller ruft seine Schinkenwürfel wegen nachgewiesener Listerien zurück. Warum Verbraucher jetzt schnell handeln sollten.

Ein beliebtes Lebensmittel sorgt jetzt für Aufregung: Ein aktueller Produktrückruf warnt vor einer unsichtbaren Gefahr, die besonders für Risikogruppen ernste Folgen haben kann.

Gefährliche Bakterien entdeckt – Hersteller reagiert sofort

Ein Hersteller hat einen dringenden Rückruf für ein Fleischprodukt gestartet, nachdem bei Untersuchungen gefährliche Listerien nachgewiesen wurden. Die Bakterien können während verschiedener Produktionsschritte in das Lebensmittel gelangen und sind mit bloßem Auge weder zu erkennen noch zu riechen. Betroffen ist das Produkt „Holsteiner Katenschinken, Grander Katenschinken, gewürfelt“ der Grander Katenschinken GmbH.

Verkauft wurde der Schinken unter anderem bei Rewe in Hamburg und Schleswig-Holstein. Konkret betrifft der Rückruf die Chargennummer 0826 mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 03.08.2026, 07.08.2026 und 14.08.2026. Der Hersteller warnt ausdrücklich davor, das Produkt zu verzehren. Wer den Katenschinken bereits gekauft hat, sollte ihn stattdessen in die Verkaufsstelle zurückbringen. Dafür ist nicht einmal der Kassenbon erforderlich. Der Preis wird vollständig erstattet.

Listerien können lebensgefährlich werden

Für gesunde Erwachsene verläuft eine Infektion mit Listerien häufig vergleichsweise mild. Typische Beschwerden sind grippeähnliche Symptome wie Fieber, Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall. Doch für bestimmte Personengruppen kann eine Infektion dramatische Folgen haben. Insbesondere sind Menschen mit geschwächtem Immunsystem gefährdet, etwa aufgrund von Diabetes oder anderen Vorerkrankungen. In schweren Fällen kann eine Listeriose zu einer Hirnhautentzündung oder einer Blutvergiftung führen. Trotz medizinischer Behandlung endet die Erkrankung in rund dreißig Prozent der schweren Verläufe tödlich.

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Auch für Schwangere besteht ein besonderes Risiko. Eine Infektion kann eine Frühgeburt auslösen oder das ungeborene Kind schwer schädigen. Die Krankheit kann sich noch bis zu acht Wochen nach dem Verzehr belasteter Lebensmittel bemerkbar machen. Wer das betroffene Produkt bereits gegessen hat und anschließend Symptome entwickelt, sollte deshalb ärztlichen Rat einholen. Im Jahr 2025 veröffentlichten die Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) insgesamt 323 Lebensmittelrückrufe. Bei knapp einem Drittel der Fälle waren Krankheitserreger der Auslöser. Mit 43 Meldungen waren Listerien die häufigste Ursache, gefolgt von 27 Rückrufen wegen Salmonellen. Ebenfalls häufig führten Allergene, Fremdkörper sowie gesundheitsschädliche Substanzen und Rückstände zu Produktrückrufen. Besonders oft betroffen waren die Kategorien Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren sowie Eis und Süßwaren.

(Quellen: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Lebensmittelwarnung.de, Grander Katenschinken GmbH)