
Experten warnen derzeit vor einer beliebten Supermarkt-Salami, in der gefährliche Darmbakterien entdeckt wurden. Der aktuelle Rückruf sorgt für erhebliche Verunsicherung bei Verbrauchern und wirft Fragen zur Lebensmittelsicherheit auf.
Ein beliebtes Wurstprodukt sorgt für Aufsehen: Die Behörden schlagen Alarm, nachdem gefährliche Bakterien in einer beliebten Salami entdeckt wurden.
Verdacht auf gefährliche Keime
In einer Salamisorte aus süddeutschen Supermärkten wurden sogenannte Shigatoxin bildende Escherichia coli (STEC) nachgewiesen – Bakterien, die ein starkes Zellgift produzieren können. Der Hersteller Franz Bock GmbH schlägt selbst Alarm. Er spricht von einem möglichen Gesundheitsrisiko. Betroffen ist die „Haussalami geschnitten“ in der 100-Gramm-Packung. Die Wurst wurde im Großraum Stuttgart bei Edeka, Rewe sowie in Dorfläden, Hofläden und einigen Bäckereien angeboten.
Die Keime sind alles andere als harmlos, denn laut Bundesinstitut für Risikobewertung kann der Kontakt mit STEC-Bakterien zu schweren Magen-Darm-Infektionen führen. Symptome reichen von blutigem Durchfall und Fieber bis zu Bauchkrämpfen. Im schlimmsten Fall droht das sogenannte hämolytisch-urämische Syndrom (HUS). Dies kann Nierenversagen auslösen. Besonders gefährdet sind kleine Kinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Die Infektion kann aber auch symptomlos verlaufen.
Diese Daten sollten Kunden jetzt prüfen
Der Rückruf betrifft konkret die Chargennummern CN5304 und CN5311 sowie eine Reihe von Mindesthaltbarkeitsdaten zwischen dem 25.11.2025 und dem 10.12.2025. Auf den Packungen findet sich außerdem das Identitätskennzeichen BW EV 01707 EG. Wer ein solches Produkt zu Hause hat, sollte es nicht essen, sondern umgehend in die Verkaufsstelle zurückbringen. Den Kaufpreis erstatte man auch ohne Kassenbon. Wer die Salami bereits verzehrt hat und nun Beschwerden wie Übelkeit, Fieber oder Durchfall spürt, sollte ärztlichen Rat einholen. Denn zwischen dem Verzehr und dem Ausbruch einer STEC-Infektion liegen meist drei bis vier Tage.
Der Fall fügt sich in einen besorgniserregenden Trend ein. Auswertungen der letzten sieben Jahre zeigen, dass Obst und Gemüse mit knapp vierzehn Prozent am häufigsten von Produktrückrufen betroffen sind, dicht gefolgt von Eis und Süßwaren. In einem Großteil der Fälle stehen Krankheitserreger, Fremdkörper oder chemische Rückstände hinter den Warnungen. Von 2015 bis 2022 stieg die Zahl der Rückrufe kontinuierlich.
(Quellen: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit)














