Batterie einfach in Mülltonne werfen – Bis zu 2.500 Euro Bußgeld

Auf dem Bild ist eine Hand zu sehen, die eine einzelne Batterie zwischen Daumen und Zeigefinger hält. Es handelt sich um eine kleine, zylindrische Batterie mit gelbem Gehäuse und silberfarbenem oberen Bereich.
Symbolbild © istockphoto/Michail Rudenko

Trotz intensiver Aufklärungsarbeit landen in Deutschland noch immer unzählige Batterien und Akkus im Hausmüll. Viele Verbraucher unterschätzen die Gefahr, die von den kleinen Energiespeichern ausgeht. Es drohen allerdings Bußgelder bis zu 2.500 Euro.

Umweltorganisationen warnen, dass falsches Entsorgen nicht nur den Recyclingkreislauf stört, sondern auch erhebliche Schadstoffbelastungen verursacht. Besonders gefährlich sind Lithium-Batterien, die bei unsachgemäßer Entsorgung Brände auslösen können.

Verbraucher müssen Batterien korrekt entsorgen

In Deutschland ist die Entsorgung von Batterien gesetzlich geregelt. Verbraucher müssen Haushaltsbatterien über Sammelstellen, Wertstoffhöfe oder Rückgabesysteme im Handel entsorgen und dürfen sie nicht in den Restmüll werfen. Supermärkte, Elektrofachgeschäfte und Drogerien nehmen beispielsweise Altbatterien kostenlos zurück. Akkus aus Handys, Laptops oder Elektrowerkzeugen müssen ebenfalls separat gesammelt werden, oft über spezielle Sammelboxen oder Recyclinghöfe. Besonders wichtig ist die Kennzeichnung: Batterien mit dem durchgestrichenen Mülltonnensymbol dürfen keinesfalls in den Hausmüll. Verbraucher sollten zudem darauf achten, beschädigte Batterien einzeln in Folie zu verpacken, um Kurzschlüsse zu verhindern.

Gefahr: Bis zu 2.500 Euro Bußgeld droht

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Die unsachgemäße Entsorgung von Batterien birgt erhebliche Risiken für Umwelt und Sicherheit. Batterien enthalten Schwermetalle wie Cadmium, Quecksilber oder Nickel sowie gefährliche Chemikalien, die Boden und Grundwasser kontaminieren können, wenn sie in Müllverbrennungsanlagen oder auf Deponien landen. Lithium-Ionen-Batterien bergen zusätzlich die Gefahr von Bränden, wenn sie gequetscht oder beschädigt werden. Auch kleine Mengen, die über Jahre gesammelt werden, summieren sich zu einer ernsthaften Umweltbelastung. Recycling hingegen ermöglicht die Rückgewinnung wertvoller Rohstoffe wie Lithium, Kobalt oder Nickel.

Verbraucher sind gesetzlich verpflichtet, alle Altbatterien und Akkus zurückzugeben – entweder beim Handel, der Batterien verkauft, oder an kommunalen Sammelstellen wie Wertstoffhöfen. Diese Rückgabe ist kostenlos, auch ohne Neukauf. Wer Batterien oder Akkus einfach in den Hausmüll wirft, verstößt gegen das Batterie-Durchführungsgesetz (BattDG) und riskiert Bußgelder von bis zu 2.500 Euro, je nach Bundesland. Das Gesetz dient dem Schutz von Umwelt und Sicherheit sowie der Sicherstellung eines funktionierenden Recyclingsystems.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Umweltbundesamt, Batterie-Durchführungsgesetz (BattDG)