Baumärkte mitten in der Krise – Deutsche kaufen noch weniger ein

Im Außenbereich eines Baumarktes oder Gartencenters befinden sich mehrere Reihen von Tischen, auf denen viele verschiedene Topfpflanzen stehen. Eine Kundin steht in einem solchen Gang und schaut sich gerade eine Pflanze an, die sie in den Händen hält. Der Einkaufswagen vor ihr ist schon voll mit den verschiedensten Topfpflanzen.
Symbolbild © imago/JOKER

Die Baumärkte befinden sich in der Krise. Denn immer weniger Menschen in Deutschland kaufen dort noch ein. Damit gehen die Absätze immer weiter zurück, und die Lage spitzt sich dramatisch zu.

Die Baumarktbranche in Deutschland steckt derzeit mitten in der Krise. Viele Händler kämpfen mit sinkenden Umsätzen, weniger Kunden und einer veränderten Konsumkultur. Die Menschen kaufen einfach immer weniger ein.

Es wird immer weniger eingekauft

Obwohl Heimwerken, Renovieren und Gartenarbeit weiterhin beliebt sind, kaufen viele Verbraucher ihre Produkte inzwischen immer seltener im Baumarkt. Dadurch befinden sich immer mehr Märkte in der Krise. Laut aktuellen Branchenzahlen gingen die Umsätze in Sortimenten wie Werkzeugen, Gartengeräten und Haushaltswaren im Jahr 2025 jeweils um rund vier Prozent zurück. Insgesamt setzten Baumärkte und Gartencenter in Deutschland etwa 20,58 Milliarden Euro um. Das sind rund 1,4 bis 1,6 Prozent weniger als im Vorjahr.

Das größte Problem, warum sich die Baumärkte in der Krise befinden, ist nicht unbedingt ein fehlendes Interesse an Heimwerkerprodukten. Vielmehr kaufen Verbraucher diese Waren mittlerweile an anderen Orten. Discounter wie Aldi oder Lidl bieten regelmäßig Werkzeug, Gartenartikel oder Möbel an. Gleichzeitig locken Billigketten und Online-Marktplätze mit besonders günstigen Preisen. Für viele Heimwerker reicht die Qualität dieser günstigen Produkte völlig aus. Außerdem sparen sich Kunden einen zusätzlichen Weg zum Baumarkt.

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Viele Händler bekommen nun Probleme

Ein weiterer Grund, warum sich die Baumärkte in der Krise befinden, ist die schwächere Nachfrage. Denn die wirtschaftliche Lage vieler Haushalte in Deutschland ist nicht mehr so gut. In Zeiten steigender Kosten überlegen sich viele Menschen genau, wofür sie ihr Geld ausgeben. Laut Branchenverband fließen die verfügbaren Budgets häufiger in Urlaub, Freizeit oder Gastronomie.

Während der Corona-Pandemie war die Situation noch ganz anders. Damals investierten viele Haushalte in Renovierungen, Gartenprojekte oder neue Möbel. Die Baumärkte profitierten stark von diesem Trend, umso akuter ist es nun, dass sie in der Krise stecken.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Handelsverband Heimwerken)