Behörden warnen: So viel Bargeld sollte jeder zu Hause haben

Auf dem Bild ist eine große Menge an Euro-Banknoten zu sehen, die lose übereinanderliegen. Die Bilder und typischen Sicherheitsmerkmale wie Hologramme, Wasserzeichen und die Sterne der Europäischen Union sind auf dem Geld gut erkennbar.
Symbolbild © imago/Joko

Experten raten eindringlich dazu, stets ein bisschen Bargeld zu Hause zu haben. Im Ernstfall könne man sich nicht auf die digitalen Zahlungsmittel verlassen. Dabei reicht es schon, jeden Monat einen kleinen Betrag auf die Seite zu legen.

Kartenzahlung, Geldautomat und Online-Banking gehören zum Alltag. Doch was passiert, wenn der Strom ausfällt oder technische Systeme vorübergehend nicht erreichbar sind?

Jeder Haushalt sollte Bargeld zu Hause haben

Für solche Situationen empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), sich auf mögliche Unterbrechungen des Alltags vorzubereiten. Bargeld gehört dabei ausdrücklich zur persönlichen Notfallvorsorge. Der Hintergrund ist einfach: Bargeld funktioniert unabhängig von Strom, Internet und elektronischen Zahlungssystemen. Gerade bei einem länger dauernden Stromausfall können Geschäfte oder andere Einrichtungen möglicherweise nicht wie gewohnt Kartenzahlungen abwickeln.

Eine konkrete Bargeldsumme schreibt das BBK nicht verbindlich vor. Der aktuelle Ratgeber betont vielmehr, dass Notfallvorsorge individuell organisiert sein sollte – zwischen 100 und 500 Euro pro Haushalt sind jedoch ratsam. Wer eine Bargeldreserve anlegt, sollte deshalb seine persönlichen Lebensumstände berücksichtigen. Sinnvoll können kleinere Scheine und Münzen sein, damit auch kleinere Einkäufe bezahlt werden können. Die Reserve sollte außerdem sicher verwahrt sein.

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Das Notfall-Bargeld sicher verwahren

Das Bargeld, das für den Notfall dient, sollte sich nicht im alltäglichen Portemonnaie befinden. Daher empfiehlt sich ein möglichst geschützter Aufbewahrungsort. Ein verschließbarer, feuer- und möglichst wasserbeständiger Tresor kann dabei mehr Sicherheit bieten als ein offensichtliches Versteck. Von leicht zugänglichen Orten wie Schreibtischschubladen, offenen Schränken, dem klassischen Umschlag im Nachttisch oder unter der Matratze ist abzuraten. Dort schauen sich Diebe als Erstes um.

Gleichzeitig sollte das Bargeld im Notfall erreichbar bleiben. Ein Versteck, das nur der Eigentümer kennt, kann zwar diskret sein, darf aber nicht dazu führen, dass das Geld im Ernstfall nicht mehr auffindbar ist. Ein Beispiel ist der sogenannte „Steckdosensafe“. Von außen sieht ein solcher wie eine normale Steckdose aus, jedoch verbirgt sich dahinter ein Minischließfach. Auch Bargeld, das sich in einem schützenden Gefrierbeutel in der Erde einer Zimmer- oder Balkonpflanze verbirgt, wird bestimmt nicht so leicht entdeckt. Letzten Endes obliegt die Entscheidung jedem selbst. Ein kleiner Notfall-Vorrat ist dennoch ratsam.

(Quellen: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Deutsche Bundesbank)