Bei Edeka: Gleich mehrere deutsche Getränkehersteller insolvent

Ein Einkaufswagen wird durch die Getränkeabteilung in einem Supermarkt geschoben. In den Regalen stehen verschiedene Flaschen wie Wein und Limonade, aber auch Kisten mit Bier.
Symbolbild © imago/imagebroker

Erneut muss die Getränkebranche einen Tiefschlag hinnehmen. Gleich mehrere deutsche Getränkehersteller sind insolvent. Zunächst werden die Kunden noch nichts davon merken. Doch wer bei Edeka und Rewe einkaufen geht, könnte die Sorten vielleicht bald nicht mehr finden.

Wer bei Edeka oder Rewe einkaufen geht, könnte bald die nächste traurige Entdeckung machen. Denn gleich mehrere deutsche Getränkehersteller sind insolvent. Bei einer Schließung könnten ganze Regale leer bleiben.

Deutsche Getränkehersteller insolvent: Krise schlägt massiv um sich

Selbst große Namen bleiben von den grundlegenden Problemen in der deutschen Wirtschaft nicht verschont und bekommen nun deutlich zu spüren, was alles falsch läuft. Dabei sind die Gründe jedes Mal dieselben. Immer öfter appellieren die Unternehmen an die Bundesregierung. Leider tut sich jedoch nichts. Und so erfasst die Pleitewelle die nächsten Unternehmen. Man will sich neu positionieren und orientieren. Im Klartext bedeutet dies in der Praxis: Stellenabbau. Reduzierung der Kosten. In allerletzter Konsequenz muss das Unternehmen schließen, wenn sich kein neuer Geldgeber findet.

Gleich mehrere deutsche Getränkehersteller insolvent

Neben Saftherstellern trifft es insbesondere die Brauereien. Die Gründe liegen auf der Hand: Auf der einen Seite steigen die Kosten für Rohstoffe und Energie an. Auf der anderen Seite bleiben die Umsätze aus, denn in den letzten Jahren ist der Bierkonsum der Menschen gesunken. Immer mehr Verbraucher weichen lieber auf alkoholfreie Getränke zurück. Dementsprechend restrukturieren sich viele Brauereien und setzen auch auf eigene alkoholfreie Produkte.

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Wer bei Edeka oder Rewe sein Bier kauft und gerne die Sorten vom Hofbrauhaus Wolters, der Schussenrieder Brauerei Ott, der Aktienbrauerei Kaufbeuren oder dem Brauhaus Leikeim trinkt, könnte bald vor einem Problem stehen. Denn alle vier Traditionsbrauereien, die schon seit Jahrhunderten in Deutschland existieren, mussten Insolvenz anmelden. Zwar laufen alle Betriebe derzeit weiter und die Mitarbeiter bekommen ihre Löhne und Gehälter aus dem Insolvenzgeld. Dennoch müssen alle vier Brauereien ihren Weg finden. Die Schussenrieder Brauerei will er stabilisieren, so der Insolvenzverwalter. Die Aktienbrauerei Kaufbeuren und die Brauerei Ott wollen frisches Kapital in Form eines neuen Investors finden. Die Brauerei Leikeim geht den Weg in die Insolvenz in Eigenverwaltung.

(Quellen: dpa, Deutscher Brauer-Bund, Bild, Unternehmensangaben)