
Dass einem großen Tierfutter-Hersteller nun die Insolvenz droht, kommt unerwartet. Denn an Investitionen mangelte es dem Start-up seit seiner Gründung nicht. Insbesondere die Angestellten fragen sich nun, wie es weitergeht.
Ein großer Tierfutter-Hersteller musste in Frankreich ein Schutzverfahren zur Verhinderung der Insolvenz beantragen. Die Angestellten, aber auch die Kunden fragen sich nun, wie es mit dem Unternehmen weitergeht.
Völlig überraschend: Bekannte Marke in finanziellen Schwierigkeiten
Völlig überraschend wurde in den Medien bekannt, dass das Unternehmen mit dem Namen Ynsect aus Frankreich ein Schutzverfahren beantragt hat, welches den Betrieb retten soll. Das Unternehmen ist in Fachkreisen bekannt für seine Insektenproteine, aus welchen unter anderem Pflanzendünger, aber auch Tiernahrung hergestellt werden. Seit der Gründung im Jahr 2011 hat sich Ynsect zu einem der größten Tierfutter-Hersteller gemausert und sammelte 625 Millionen Dollar von diversen Investoren – umso überraschender ist nun die drohende Insolvenz. Denn das Unternehmen hatte ursprünglich große Ambitionen und wollte erreichen, dass Insekten als Nahrungsmittel für Tiere (aber auch Menschen) endlich mehr Akzeptanz in der Gesellschaft finden. Vergangenes Jahr wollte man schließlich ganz neue Wege gehen und anstelle von Tierfutter (unter anderem Würmer für Fische) spezielle Heimtiernahrung anbieten.
Diverse Probleme führten zur drohenden Insolvenz von Tierfutter-Hersteller
Der Tierfutter-Hersteller plante unter anderem, Mehlwurmproteine als besonders gesundes und proteinhaltiges Hundefutter anzubieten. Eine Zulassung dafür lag in den USA bereits vor. Zudem gab das Unternehmen in den Medien an, dass man plane, die größte Insektenfarm überhaupt zu bauen. In einer Fabrik in Frankreich wollte man bis zu 200.000 Tonnen Insekten jährlich produzieren. Tatsächlich wurde das Werk auch im letzten Jahr fertiggestellt. Es gab nur ein Problem: Niemand wollte die produzierte Ware kaufen. Auch eine weitere Finanzierung des geplanten Hundefutters gestaltet sich als schwierig.
In der Folge muss der Tierfutter-Hersteller Ynsect nun ein Schutzverfahren beantragen, welches eine Insolvenz verhindern soll. In Frankreich nennt man dieses Vorgehen „procédure de sauvegarde“. Aufgeben will das Unternehmen – laut Medienberichten – dennoch nicht. Ein Sprecher ließ medial verlauten, dass man derzeit Gespräche mit diversen Investoren führe, um eine Lösung für die Zukunft zu finden.














