Beliebtes Kinderessen verändert – Experten entdecken neuen Trend

Ein kleines Mädchen liegt zwischen vielen Süßigkeiten und süßen Backwaren. Nur ihr Kopf schaut heraus. Sie hat einen rosa farbenen Kaugummi im MUnd, den sie gerade zu einer großen Blase formt.
Symbolbild © istockphoto/lithiumcloud

Ein beliebtes Kinderessen hat sich deutlich verändert. Laut Experten allerdings noch nicht genug. Zudem entdecken sie einen neuen Trend, der für den Nachwuchs keinesfalls besser ist.

Heutzutage achten Eltern vermehrt darauf, was ihre Kinder essen. Nun zeigt ein Test, dass sich insbesondere ein beliebtes Kinderessen deutlich verändert hat. Allerdings gibt es noch eine Entwicklung, die für die Kinder keineswegs gesünder ist.

Bewusstsein der Eltern gestiegen: Es hakt jedoch an der Praxis

Das Bewusstsein und das theoretische Interesse von Eltern an einer gesunden Ernährung ihrer Kinder sind heute so hoch wie nie zuvor. Doch die praktische Umsetzung im Alltag wird immer schwieriger. Während der Anspruch an gesunde, nachhaltige oder frische Kost steigt, führen veränderte Lebensrealitäten, Zeitmangel und wirtschaftlicher Druck zu einer wachsenden Schere zwischen Wunsch und Realität. Eltern informieren sich deutlich mehr über Nährstoffe, zuckerreduzierte Lebensmittel sowie vegetarische oder biologische Alternativen.

Allerdings zeigen Landzeitstudien, dass feste, gemeinsame Mahlzeiten seltener werden. Der Anteil der Familien mit einem festen wochentäglichen Essensrhythmus sank spürbar. Zudem wird in vielen Haushalten aus Zeitmangel seltener täglich frisch gekocht. Zudem essen immer mehr Kinder in der Kita oder in der Schule, sodass die Eltern keine Kontrolle mehr über das Essen ihres Nachwuchses haben. Da sie vermehrt auf verarbeitete Produkte zurückgreifen, ist es umso wichtiger zu wissen, was diese enthalten.

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Beliebtes Kinderessen verändert: Experten warnen vor weiterem ungesunden Trend

Ein sehr beliebtes Nahrungsmittel auf dem Frühstückstisch für Kinder sind Frühstückscereaien, -flocken oder Müslis. Erstere enthalten laut einem Vergleich von Stiftung Warentest 44 Prozent weniger Zucker als noch vor rund zehn Jahren im Jahr 2016. Der Wert liegt jedoch immer noch weit über dem, was die WHO empfielt. Demnach sollen auf 100 Gramm nicht mehr als 12,5 Gramm Zucker enthalten sein.

Außerdem beobachten Experten einen weiteren ungesunden Trend. In den Frühstückscerealien stieg im Laufe der Jahre der Fettanteil an. Dies gilt auch für speziell an Kinder gerichtete Produkte wie Bärchenwurst und Snack-Salamis. Hier lag der Wert im Schnitt bei 7,1 Gramm Fett pro 100 Gramm. Dieser liege zwar noch deutlich unter dem Grenzwert von 17 Gramm. Jedoch gibt der steigende Trend Grund zur Besorgnis. So solle man lieber auf Produkte zurückgreifen, die nicht speziell an Kinder gerichtet sind. Dies gilt auch für die bei dem Nachwuchs beliebten Nuggets in Tierform.

(Quellen: MRI, BMLEH, WHO)