
Wer einen Garten hat, sollte jetzt ganz besonders aufpassen. Denn bestimmte Käfer müssen sofort gemeldet werden. Andernfalls kann es zu großen Problemen für Menschen und Natur kommen.
Wer in seinem Garten ein unbekanntes Insekt entdeckt, sollte nicht vorschnell von einem harmlosen Besucher ausgehen. Denn einige Schädlinge stellen ein ernsthaftes Risiko dar.
Das ist besonders gefährlich
Grund dafür: Einige eingeschleppte Arten gelten in Deutschland als sogenannte Quarantäneschädlinge und unterliegen einer gesetzlichen Meldepflicht. Sie können erhebliche Schäden an Wäldern, Parks, Obstplantagen und Gärten verursachen. Wer einen Verdachtsfall entdeckt, sollte den Fund deshalb nicht ignorieren oder das Tier eigenständig bekämpfen, sondern die zuständigen Pflanzenschutzbehörden informieren.
Zu den wichtigsten meldepflichtigen Käfern gehören ganz bestimmte Käfer wie der Asiatische Laubholzbockkäfer. Seine Larven bohren sich tief in das Holz zahlreicher Laubbäume und legen dort Fraßgänge an. Dadurch werden die Bäume geschwächt und können im schlimmsten Fall absterben. Ähnlich gefährlich ist der Citrusbockkäfer, der ebenfalls viele Laubgehölze befällt und große wirtschaftliche Schäden verursachen kann. Auch der Asiatische Moschusbockkäfer steht auf der Liste der bestimmten Käfer, die man melden muss.
Wer diese Tiere im Garten findet, muss handeln
Besonders aufmerksam sollten Gartenbesitzer bei dem sogenannten Japankäfer sein. Der invasive Schädling stammt ursprünglich aus Ostasien und gilt als äußerst gefräßig. Die erwachsenen Käfer fressen Blätter, Blüten und Früchte, während ihre Larven die Wurzeln von Pflanzen schädigen. Dadurch sind sowohl Gärten als auch die Landwirtschaft betroffen. Nach Angaben der Experten befällt der Japankäfer mehr als 300 verschiedene Pflanzenarten, darunter Obstbäume, Weinreben, Rosen und zahlreiche Zierpflanzen. Diesen bestimmten Käfer sollte man also unbedingt sofort melden.
Wer einen dieser Käfer oder typische Fraßspuren entdeckt, sollte nicht versuchen, den Befall selbst zu beseitigen. Stattdessen empfiehlt es sich, den Käfer – wenn möglich – vorsichtig einzufangen und den Fund umgehend dem zuständigen Pflanzenschutzdienst zu melden. Nur so können Experten den Verdacht prüfen und gegebenenfalls Maßnahmen einleiten, um eine Ausbreitung zu verhindern.
(Quellen: Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














