
Gut muss nicht teuer sein. Dies zeigt nun wieder ein Test billiger und teurer WC-Reiniger. Dabei liegen die Eigenmarken deutlich vor den Markenprodukten. Ein Markenprodukt schneidet sogar besonders schlecht ab.
Öko-Test hat verschiedene WC-Reiniger unter die Lupe genommen und kam zu dem Ergebnis, dass die vom Discounter sogar teure Markenprodukte schlagen. Mit dem besonders schlechten Abschneiden eines Markenproduktes hat wohl niemand gerechnet.
Anforderungen an WC-Reiniger: Verbraucher nutzen bestimmte Eigenschaften
Ein guter WC-Reiniger muss hartnäckigen Schmutz entfernen, hygienische Sauberkeit garantieren und das Material schonen. Zudem muss er auch an senkrechten Flächen gut haften, um den Urinstein und Kalk überhaupt zuverlässig einweichen und entfernen zu können. WC-Reiniger enthalten Säuren wie Zitronensäure, Milchsäure oder Ameisensäure gegen Urinstein und Kalk. Sie besitzen eine gelartige Konsistenz, damit sie lange an der Toilettenwand einwirken können. Sie sollten Bakterien und Pilze auch ohne aggressive Chlorzusätze beseitigen. Zudem sollten WC-Reiniger materialschonend und umweltfreundlich sein. Außerdem sollten sie eine Flasche mit Knickhals (dem Entenhals) für die leichte Reinigung unter dem Spülrand bieten.
Billiger WC-Reiniger ist Testsieger – Markenprodukt fällt haushoch durch
Genau nach diesen Kriterien hat Öko-Test nun 25 verschiedene WC-Reiniger von Eigenmarken und Markenprodukten mit Zitronenduft getestet und kam damit zu einem erstaunlichen Ergebnis. Während kein einziges Produkt die Bestnote „sehr gut“ erhielt, schnitten gleich 15 Produkte mit der Bewertung „gut“ ab. Zu den Gewinnern gehören unter anderem der Frosch WC-Reiniger, der Ecover WC-Reiniger Citrusfrische und auch viele Eigenmarken von Edeka, REWE und den bekannten Discountern Aldi, Lidl und Co. Teilweise kosten die Produkte nur 95 Cent pro Liter.
Eine Überraschung gab es noch aufgrund eines sehr bekannten Markenproduktes: „WC Ente Total Aktiv Gel Citrus Splash“ fiel im Test komplett durch und kassierte die Bewertung „ungenügend“. Die Tester kritisierten die schwache Reinigungsleistung und den Einsatz problematischer Inhaltsstoffe, die schwere Verätzungen verursachen können und die Umwelt stark belasten. ÖKO-TEST wertete Produkte systematisch ab, wenn sie Ameisensäure oder Salzsäure, quartäre Ammoniumverbindungen oder Isothiazolinone enthielten. Hinweise auf der Flasche, das Produkt täglich oder mehrfach pro Woche zu nutzen, wurden aus Umweltschutzgründen bemängelt. Die Ergebnisse zeigen wieder einmal: Gut muss nicht teuer sein und teuer bedeutet nicht automatisch gut.
(Quellen: Stiftung Warentest, ÖKO-TEST)














