Bis zu 50.000 Euro Bußgeld – Lagerfeuer im Garten anzünden

In einem Garten lodert Feuer in einem schwarzen Fass. Davor steht ein gelber Korb auf dem Boden. Im Hintergrund steht ein grünes Häuschen. Im Garten befinden sich einige Holzteile, ein Stuhl und eine Schubkarre.
Symbolbild © istockphoto/Andy Soloman

Ein Lagerfeuer im Garten – für viele ein Muss, wenn sie einen gemütlichen Grillabend mit den Liebsten planen. Wer jetzt Folgendes außer Acht lässt, könnte sich jedoch finanziell verbrennen.

Es wärmt und schafft eine einladende Atmosphäre. Ein Feuer im Garten geht allerdings mit einigen Risiken einher und kann unter Umständen richtig teuer werden.

Wer kein Risiko eingehen will, sollte jetzt aufpassen

Die Garten- und Grillsaison haben viele sehnsüchtig herbeigesehnt. Ob zum Wärmen oder für die Marshmallows: Besonders gemütlich wird es abends bei einem kleinen Feuer mit Freunden und Familie. Allerdings stellt sich die Frage, was im eigenen Garten überhaupt erlaubt ist ‒ und wann ernsthafte Konsequenzen drohen. Um keine Risiken einzugehen, empfiehlt es sich daher, die spezifischen Regelungen in Deutschland zu kennen.

Lagerfeuer im Garten: Was erlaubt und was verboten ist

Prinzipiell bedarf offenes Feuer am Boden, das ohne einen schützenden Behälter gezündet wird, einer Genehmigung. Wer ein Lagerfeuer plant, sollte sich demnach beim zuständigen Ordnungsamt der Gemeinde informieren. Gleiches gilt für die Errichtung einer Feuerstelle. Nutzt man handelsübliche Feuerschalen, ist dies grundsätzlich erlaubt. Dennoch gibt es besonders für größere Feuer spezielle Vorschriften. Dabei geht es nicht nur um den Brandschutz, sondern auch um die Verringerung von Luftverunreinigungen. Wer die Vorgaben ignoriert, muss demnach mit Bußgeldern rechnen.

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Besondere Vorsicht ist bei der Verbrennung von Gartenabfällen geboten. Ein genehmigtes Wärme- und Gemütlichkeitsfeuer darf nicht eingesetzt werden, um Gartenreste zu entsorgen. Nach dem Kreislaufwirtschaftsgesetz ist dieser Vorgang in privaten Gärten ohnehin untersagt. Wichtig ist, sich über die jeweiligen Regelungen der Region zu informieren, da es Ausnahmen gibt. Üblicherweise sind diese an strenge Bedingungen geknüpft. Illegale Verbrennungen ziehen Bußgelder nach sich ‒ und diese können besonders hoch ausfallen. Demnach sind bis zu 50.000 Euro Strafe durchaus möglich. Um nichts zu riskieren, gilt daher: Abfälle lieber korrekt entsorgen. Für größere Mengen sauber getrennten Abfalls sind Recyclinghöfe die richtige Anlaufstelle. In die Biotonne gehören hingegen überschaubare Mengen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Kreislaufwirtschaftsgesetz)