
Ein Gericht ohne Gewürze ist wohl nirgends zu finden. Doch die Bundesregierung will nun tatsächlich ein Gewürz in Lebensmitteln limitieren. Das ist absolut nicht nach jedermanns Geschmack.
So manchem kann es nicht stark genug gewürzt sein, sodass viele ihre Speisen nachwürzen. Die Bundesregierung will nun jedoch ein Gewürz in Lebensmitteln limitieren. Denn schließlich kann ein Zuviel an Gewürzen für die Gesundheit auch schädlich sein.
Eine persönliche Note für Gerichte
Gewürze verfeinern Speisen auf vielfältige Weise und verleihen ihnen Charakter, Farbe und Aroma. Kardamom, Zimt und Nelken bringen warme Noten in süße Gerichte, während Pfeffer, Chili und Knoblauch Schärfe und Tiefe hinzufügen. Kräuter wie Basilikum, Thymian und Petersilie ergänzen Gemüse, Fleisch und Fisch mit frischen, grünen Akzenten. Kurkuma schenkt Speisen eine leuchtende Gelbfarbe und erdige Aromen, während Kreuzkümmel eine nussig-würzige Dimension beisteuert. Durch das richtige Zusammenspiel von Salz, Säure und Fett entfalten Gewürze ihr volles Potenzial und harmonieren mit der Basis der Speisen. Ob beim langsamen Köcheln eines Eintopfs, dem schnellen Braten oder dem Verfeinern eines Salats – Gewürze geben Gerichten stets eine persönliche Note.
Keine überzeugenden Fortschritte festzustellen
Allerdings kommt es bei Gewürzen und insbesondere beim Salz auf die Menge an. Gerade in den allseits beliebten Fertigprodukten stecken oftmals viel zu viel Zucker, Fett und Salz. Salz ist zwar ein grundlegendes Gewürz in der Küche, das sowohl den Geschmack als auch die Textur von Speisen maßgeblich beeinflusst. Es sorgt für ein ausgewogenes Mundgefühl und trägt zur Verbundkraft von Zutaten bei. Darüber hinaus hilft Salz auch bei der Konservierung, da es Wasser entzieht und so die Haltbarkeit und die Textur verbessert. Eine Überdosierung jedoch kann gesundheitliche Folgen nach sich ziehen und das Herz-Kreislauf-System und die Funktion der Nieren beeinträchtigen. Daher will die Bundesregierung möglicherweise nun dieses Gewürz in Lebensmitteln limitieren.
Das Bundesministerium für Ernährung und Heimat, kurz BMLEH, wollte seinerzeit die Gesundheit der Verbraucher stärken und dafür sorgen, dass verarbeitete Lebensmittel besser werden. Das Vorhaben begann mit dem Auftrag der Erarbeitung einer Strategie zur Reduzierung von Zucker, Fett und Salz aus dem Koalitionsvertrag der 19. Legislaturperiode. Bereits im September 2018 schlossen Politik und Lebensmittelwirtschaft eine Grundsatzvereinbarung als Bestandteil dieser Strategie. Trotz jahrelanger Zusagen der Industrie, den Salzgehalt zu senken, zeigen die Daten des Max-Rubner-Instituts jedoch bis heute keine überzeugenden Fortschritte. Ende 2025 läuft die Strategie aus, sodass die Bundesregierung nun möglicherweise auf anderem Wege die Limitierung der Gewürze in Lebensmitteln auf den Weg bringt. Es bleibt weiterhin spannend.
(Quellen: WHO, Lebensmittelverband Deutschland)














