Butterpreis stürzt ab – Supermärkte liefern sich neue Preisschlacht

Mehrere Packungen Butter der Marke "Kerrygold" in silberner Verpackung. Auf der Butter kleben gelbe Aufkleber, die darauf hinweisen, dass es sich um diebstahlgesicherte Ware handelt. Butter ist ein Grundnahrungsmittel in vielen europäischen Ländern.
Foto: twitter/NinjaTrekkie

Sehr zur Freude der Kunden stürzt der Butterpreis ab. Denn Supermärkte und Discounter treten in den nächsten Preiskampf ein und wollen die Konkurrenz hinter sich lassen. Nun können Verbraucher endlich wieder sparen.

Und auf geht es in die nächste Runde des Preiskampfes. Dadurch stürzt der Butterpreis ab. Die Kunden zahlen nun für eine Packung wieder deutlich weniger.

Berg- und Talfahrt: Butterpreis bleibt unbeständig

Die Entwicklung des Butterpreises in Deutschland gleicht in den letzten Jahren einer extremen Achterbahnfahrt. Sie wird im Lebensmitteleinzelhandel traditionell als Gradmesser für die Preisentwicklung bei Milchprodukten gewertet. Im Zuge der allgemeinen Energie- und Inflationskrise kletterte der Butterpreis im Herbst 2022 auf den damaligen historischen Höchststand von 2,29 Euro. Durch ein zwischenzeitlich höheres Milchaufkommen entspannte sich der Markt vorübergehend, und der Preis sank im Sommer 2023 auf 1,39 Euro. Innerhalb von gut einem Jahr zog der Preis um fast 40 Prozent an. Im Oktober 2024 kostete das Päckchen 2,39 Euro, so viel wie noch nie. Hauptgründe waren ein bundesweit untypisch niedriger Fettgehalt in der Rohmilch sowie ein anhaltender Rückgang von Milchviehbetrieben.

Ein rasanter Wendepunkt folgte Ende 2025. Ein weltweit wachsendes Angebot, gesunkene Weltmarktpreise und ein hohes Milchaufkommen im zweiten Halbjahr halbierten den Preis fast. Im Dezember 2025 durchbrach die Butter erstmals seit Jahren wieder die psychologische Marke nach unten und wurde für 99 Cent im Discounter angeboten.

Lesen Sie auch
Mogelpackung des Monats: Großer Hersteller ist erneut Sieger

Butterpreis stürzt ab: Damit können die Kunden jetzt rechnen

Nach dem extremen Tiefpreis zog der Markt im Frühjahr wieder an. Ab März 2026 hoben die führenden Discounter den Preis wieder auf 1,19 Euro an, wo er sich im Laufe des Jahres (mit Erhöhungen im September) weitgehend stabilisierte. Nachdem der Preis infolge einer spürbaren Preissenkungswelle zeitweise sogar wieder auf den historischen Tiefstwert von 99 Cent gefallen war, haben die führenden Lebensmittelhändler wie Aldi und Lidl das Preisniveau im September wieder angehoben. Grund hierfür sind gestiegene Einkaufspreise für Milchfett und Rahm sowie eine trockenheitsbedingt geringere Milchanlieferung im Spommer.

Allerdings geht nun wieder der nächste Preiskampf los. Denn Markenprodukte wie Meggle für 1,29 € oder Kerrygold für 1,59 € sind in dieser Woche mancherorts im Angebot, liegen regulär aber meist spürbar über dem Einstiegspreis von 1,19 €. Dennoch achten die Kunden auf die Preisunterschiede vor Ort und wählen den Supermarkt oder Discounter mit dem niedrigsten Butterpreis.

(Quellen: Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Milchindustrie-Verband)