
Erneut ist die Deko-Kette Depot insolvent. Das langjährig bestehende Unternehmen befindet sich in einer herausfordernden Schieflage. Nun könnten wohl einige Filialen des beliebten Händlers verschwinden. Folgende Details sind bislang bekannt.
In Deutschland leidet der Einzelhandel unter existenziellen Problemen. Indessen ist auch die Einzelhandelskette Depot in die Insolvenz geraten.
Es ist schon wieder passiert: Deko-Kette Depot ist insolvent
Kleinmöbel, Saisonprodukte, Dekorationsartikel ‒ viele Verbraucher kennen und schätzen die Auswahl in den Depot-Filialen in Deutschland. Die Wurzeln des Einzelhändlers reichen bis ins Jahr 1948 zurück. Aber nicht nur für das langjährige Bestehen am Markt wird das Unternehmen bewundert: Im Jahr 2010 prämierte der Handelsverband Deutschland (HDE) Depot mit dem Titel „Store of the Year“. Trotz des Erfolgs in den vergangenen Jahren befindet sich die zur GDC Deutschland GmbH gehörende Marke inzwischen jedoch erneut in der Insolvenz. Das erste Verfahren in Eigenverwaltung erfolgte 2024. In Deutschland, Österreich und der Schweiz betrieb die Kette damals noch rund 400 Geschäfte, doch die Zahl schrumpfte aufgrund von Schließungen.
Düstere Prognosen für den Einzelhandel ‒ zahlreiche Filialen müssen schließen
Die erneute Insolvenz führt Depot auf verschiedene Einflussfaktoren zurück, darunter auf das zurückhaltende Verhalten der Kunden. Dabei zeigt sich dieses Problem nicht nur beim Deko-Riesen. Auch andere Händler sind betroffen und kämpfen mit finanziellen Herausforderungen. Der HDE prognostiziert den Verlust von bis zu 4.900 Geschäften für das laufende Jahr 2026. Die große Konkurrenz, die vom Onlinehandel ausgeht, trägt zur schwierigen Lage bei.
Geschäftsführer Christian Gries zeigt sich optimistisch. Trotz der Insolvenz in Eigenverwaltung wolle man möglichst viele Läden vor einer Schließung schützen und das bestehende Konzept überarbeiten. Klar ist offenbar, dass die Lichter in einigen Depot-Geschäften ausgehen. Weitere Details gibt es dazu bislang allerdings nicht, weshalb sich Verbraucher gedulden müssen. Neben Dekoration bietet die Einzelhandelskette unter anderem Textilien und Zubehör für Garten und Balkon an. Außerdem betreibt das Unternehmen einen Onlineshop. Welche Änderungen sich für Kunden durch die Insolvenz ergeben, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Lebensmittelzeitung)














