Deutsche kaufen weniger Fleisch – trotzdem steigen die Preise

Eine Kühlregal-Abteilung in einer Aldi-Filiale. Über dem Regal stehen die Worte "Fleisch" und "Aktion". In den Kühlregalen liegen verschiedene Fleischprodukte in Plastikverpackungen mit Etikett und Preisangabe.
Symbolbild © imago/mix1

Die Ernährungsgewohnheiten in Deutschland verändern sich. Immer mehr Menschen setzen auf vegetarische oder vegane Lebensmittel und versuchen, ihren Fleischkonsum zu reduzieren. Auch das Angebot in Supermärkten und Restaurants hat sich erweitert.

Immer weniger Fleisch landet auf deutschen Tellern

Immer mehr Deutsche verzichten zumindest teilweise auf Fleisch. Statt täglich Fleisch oder Wurst zu essen, bauen viele Verbraucher häufiger Gemüse, Hülsenfrüchte oder andere pflanzliche Lebensmittel in ihre Mahlzeiten ein. Besonders bei jüngeren Menschen spielt eine fleischarme Ernährung eine größere Rolle. Gleichzeitig bleibt Fleisch ein fester Bestandteil des Speiseplans vieler Haushalte. Der Wandel zeigt sich deshalb vor allem darin, dass die Menge zurückgeht und Verbraucher bewusster auswählen. Wer weniger Fleisch kauft, kann zudem andere Produkte stärker in den Mittelpunkt seiner Ernährung stellen.

Deutsche essen weniger Fleisch: Preise ziehen dennoch an

Neben dem veränderten Essverhalten beschäftigt Verbraucher vor allem die Entwicklung der Lebensmittelpreise. Viele Produkte kosten heute deutlich mehr als noch vor einigen Jahren, sodass Einkäufe stärker auf das Haushaltsbudget drücken. Das betrifft unterschiedliche Warengruppen und verändert deshalb auch die Entscheidungen beim Einkauf. Verbraucher vergleichen häufiger Preise, achten auf Angebote oder greifen zu günstigeren Produkten. Gleichzeitig müssen Haushalte entscheiden, an welchen Stellen sie sparen können. Die höheren Kosten treffen damit nicht nur einzelne Lebensmittel, sondern beeinflussen den gesamten Einkauf.

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Die steigenden Lebensmittelkosten machen sich auch beim Fleisch bemerkbar. Für Verbraucher bedeutet das, dass Fleisch und Wurst einen größeren Anteil des Einkaufsbudgets ausmachen können. Wenn Fleisch teurer wird und zugleich immer mehr Menschen ihren Konsum reduzieren, verändert sich die Situation auf dem Markt gleich in mehreren Punkten. Verbraucher können auf günstigere Angebote ausweichen oder seltener Fleisch kaufen. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage bestehen, denn viele Haushalte wollen nicht vollständig auf fleischhaltige Produkte verzichten. Der Trend zu einer fleischärmeren Ernährung trifft damit auf steigende Preise und verändert die Einkaufsgewohnheiten vieler Menschen.

(Quellen: Destatis, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)