Diese Gartenpflanze sieht harmlos aus – und kann tödlich sein

Ein Laburnum, eine goldene Pflanze, auf einer Wiese ist zu sehen. Sie sprießt wild, ist schon so groß wie ein Busch oder eine Hecke und wächst in alle Richtungen.
Symbolbild © istockphoto/Kajdi Szabolcs

Der Sommer ist für viele Deutsche die beste Zeit, um Zeit im eigenen Garten zu verbringen. Doch Achtung! Diese Gartenpflanze sieht zwar harmlos aus, kann aber tödlich sein, wenn man nicht aufpasst.

Im Frühjahr begeistert sie mit ihrer Blütenpracht, doch Monate später wird sie zu einer Gefahr, die viele Gartenbesitzer unterschätzen. Eine harmlos wirkende Gartenpflanze kann unter Umständen tödlich sein, wenn man über gewisse Details nicht Bescheid weiß.

Wunderschön und hochgiftig: Warum diese Pflanze im Garten besondere Vorsicht erfordert

Goldgelbe Blütenkaskaden machen den Goldregen zu einem der auffälligsten Ziergehölze in deutschen Gärten. Gerade im Frühjahr zieht er zahlreiche Blicke auf sich und wird häufig als dekorativer Blickfang gepflanzt. Was viele jedoch nicht wissen: Seine größte Gefahr zeigt sich oft erst nach der Blüte. In vielen Gärten wachsen Pflanzen, die giftige Inhaltsstoffe enthalten. Während Arten wie der Fingerhut oder Oleander vielen bekannt sind, wird der Goldregen häufig unterschätzt. Dabei gehört das Ziergehölz zu den Pflanzen, bei denen schon kleine Mengen gesundheitliche Folgen haben können.

Denn nach der Blüte bildet der Goldregen längliche Hülsen aus. Sie erinnern optisch an Bohnen oder Erbsenschoten und können deshalb vor allem für kleine Kinder interessant wirken. Genau darin sehen Fachleute die größte Gefahr. Vor allem wer Kinder oder Haustiere hat, sollte abgefallene Hülsen regelmäßig aufsammeln und sicher entsorgen. Außerdem empfehlen Experten, stark giftige Pflanzen nicht unmittelbar neben Spielbereichen oder Sitzplätzen zu setzen. Beim Rückschnitt sind Gartenhandschuhe sinnvoll, da Pflanzensäfte Hautreizungen verursachen können.

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Golden und gefährlich: Schon kleine Mengen können eine Vergiftung auslösen

Alle Pflanzenteile des Goldregens enthalten giftige Alkaloide. Besonders hoch ist die Konzentration des Stoffes Cytisin in den reifen Samen, die sich in den Hülsen befinden. Bereits geringe Mengen können Vergiftungserscheinungen hervorrufen. Zu den möglichen Beschwerden zählen Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Zittern und starkes Schwitzen. In schweren Fällen können Krampfanfälle, Atemprobleme oder Bewusstseinsstörungen auftreten. Deshalb raten Giftinformationszentren dazu, bei einem Verdacht sofort fachliche Hilfe einzuholen und bei schweren Symptomen unverzüglich den Notruf 112 zu verständigen.

Wichtig ist außerdem, auf Hausmittel zu verzichten. Weder Milch noch Salzwasser oder selbst ausgelöstes Erbrechen helfen in einer solchen Situation. Stattdessen sollten Betroffene möglichst genau angeben, welche Pflanze aufgenommen wurde, wann der Vorfall geschah und welche Beschwerden bereits aufgetreten sind. Das erleichtert eine schnelle und passende Behandlung.

(Quellen: Bundesinstitut für Risikobewertung, Giftinformationszentrum-Nord, Bundeszentrum für Ernährung)