Diese Pflanze sorgt jedes Jahr für schmerzhafte Hautverletzungen

Eine nicht zu erkennende Person hält einen Arm in die Kamera. Auf diesem befinden sich viele rote Flecken, die sehr schmerzhaft aussehen. Offenbar handelt es sich um Pusteln, die durch Kontakt mit einem Allergiestoff entstanden sind.
Symbolbild © istockphoto/gokhanilgaz

Man werkelt ahnungslos im Garten und schon ist es passiert. Der Kontakt mit dieser Pflanze sorgt jedes Jahr für schmerzhafte Hautverletzungen. Und sie ist nicht das einzige Gewächs, das im Sommer sein volles Gift entfaltet.

Jedes Jahr kommen viele Menschen in die Notaufnahme oder suchen einen Arzt auf. Denn zu dieser Jahreszeit sorgt eine bestimmte Pflanze für schmerzhafte Hautverletzungen. Experten mahnen zur Vorsicht bei der Gartenarbeit.

Gartenarbeit kann schmerzhaft sein: Bestimmte Pflanzen machen Gärtnern das Leben schwer

Im Sommer gedeihen Pflanzen besonders gut, allerdings nicht nur diejenigen, die wir gern anschauen. Dazwischen machen es sich auch andere Gewächse bequem, die bei Kontakt zu Schmerzen und Hautverletzungen führen können. Als Erstes denkt man dabei an die Brennessel, die als Unkraut überall aus dem Boden schießt. Berührt man sie auch nur kurz an der falschen Stelle, kann dies zu einem heftigen Brennen führen, das auch Stunden später noch anhält. Während diese Pflanze wohl die meisten kennen, gibt es jedoch auch ein unbekannteres Gewächs, das ebenfalls jedes Jahr schmerzhafte Hautverletzungen auslöst.

Pflanze sorgt jedes Jahr für schmerzhafte Hautverletzungen: Auf dieses Gewächs sollte man achten

Es gibt einige Gewächse, die erst bei Sonnenlicht ihr volles Gift entfalten. In diesem Fall spricht man von der sogenannten Phototoxizität. Zu den gefährlichsten Pflanzen in dieser Kategorie zählt der Riesenbärenklau. Diesen erkennt man an seinem enormen Wachstum, denn er wächst in Rekordzeit auf eine Höhe von 2 bis 4 Metern heran. Auch der Stamm hat es in sich: Er ist so dick wie ein Unterarm (2 bis 10 Zentimeter Durchmesser). Zudem ist er behaart und mit auffälligen purpurroten Flecken übersät. Die Blätter sind tief eingeschnitten, scharf gezackt und werden ein bis drei Meter lang. Die Blütenbälle sitzen ganz oben und erinnern an riesige Regenschirme. Eine einzige Dolde kann einen Durchmesser von bis zu 50 Zentimetern erreichen und besteht aus Tausenden kleinen weißen Einzelblüten.

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Der Riesenbärenklau ist hochgradig giftig und invasiv. Sein Saft verursacht bei Hautkontakt und anschließender Sonneneinstrahlung schwere, verbrennungsähnliche Hautschäden, eine sogenannte Photodermatitis. An heißen Tagen gibt die Pflanze zudem giftige Dämpfe ab. Das Einatmen kann zu Übelkeit, akuter Bronchitis und Atemnot führen. Auch für Tiere ist die Pflanze extrem gefährlich. Wer mit dem Riesenbärenklau in Berührung gekommen ist, sollte die Sonne meiden. Zudem empfehlen Experten das Abwaschen mit kaltem Wasser und Seife. Danach sollte man die betroffenen Stellen kühlen. Bei Blasenbildung, großflächigem Kontakt oder Atemnot sollte man darüber hinaus unbedingt sofort einen Arzt aufsuchen.

(Quellen: BfR, NABU)