Dieser gepunktete Käfer ist eine aktuelle Gefahr für Gartenbesitzer

Ein Käfer sitzt auf einem grünen Blatt. Der Hintergrund ist ebenfalls grün. Es handelt sich bei dem Insekt um den gerfürchteten Dickmaulrüssler. Viele Gärtner mögen ihn nicht.
Symbolbild © istockphoto/Markus Kaiser

Jetzt sollten Gartenbesitzer besonders aufpassen, denn dieser gepunktete Käfer stellt derzeit eine große Gefahr im Garten dar. Auch Experten sprechen nun eine deutliche Warnung aus.

Auf den ersten Blick wirkt er unscheinbar: Die Rede ist von einem kleinen gepunkteten Käfer in Gelb-Schwarz. Doch genau dieser stellt eine große Gefahr dar. Gartenbesitzer sollten jetzt besonders gut aufpassen.

Das ist eine große Gefahr für Gartenbesitzer

Bei dem gepunkteten Käfer handelt es sich um einen Schädling mit dem Namen Gefurchter Dickmaulrüssler, der sich in vielen Gärten ausbreitet und sowohl Zier- als auch Nutzpflanzen erheblich schädigen kann. Besonders tückisch ist, dass der gepunktete Käfer nur selten zu sehen ist. Er ist nachtaktiv und versteckt sich tagsüber unter Laub, Steinen, Mulch oder Pflanzgefäßen. Wer ihn entdeckt, erkennt häufig bereits die ersten Fraßschäden an den Pflanzen. Typisch sind halbkreisförmige Einkerbungen an den Blatträndern. Diese Schäden sehen zwar unschön aus, sind für gesunde Pflanzen jedoch meist noch nicht existenzbedrohend.

Die eigentliche Gefahr lauert unter der Erde. Die Weibchen legen mehrere Hundert Eier im Boden ab. Daraus schlüpfen cremeweiße Larven, die sich von den Wurzeln der Pflanzen ernähren. Dadurch können die Pflanzen kaum noch Wasser und Nährstoffe aufnehmen, beginnen zu welken und sterben im schlimmsten Fall vollständig ab. Besonders häufig befällt der gepunktete Käfer Rhododendren, Azaleen, Kirschlorbeer, Eiben und Buchsbäume. Aber auch Erdbeeren, Rosen, Hortensien sowie zahlreiche Stauden und Kübelpflanzen gehören zu seiner bevorzugten Nahrung. Gerade bei jungen oder geschwächten Pflanzen kann ein starker Larvenbefall innerhalb kurzer Zeit erhebliche Schäden verursachen.

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Experten raten zu Vorsicht

Ein weiteres Problem besteht darin, dass über die Fraßstellen Bodenpilze leichter in die Pflanze eindringen. Wer den gepunkteten Käfer bekämpfen möchte, sollte sich vor allem auf die Larven konzentrieren. Als besonders wirksam gilt der Einsatz von Nematoden, also mikroskopisch kleinen Fadenwürmern. Sie werden mit dem Gießwasser ausgebracht, suchen gezielt die Larven im Boden auf und töten diese ab. Wichtig ist dabei, dass der Boden ausreichend feucht bleibt und eine Temperatur von mindestens zwölf Grad erreicht. Auch vorbeugende Maßnahmen spielen eine wichtige Rolle. Wer neue Pflanzen kauft, sollte zum Beispiel den Wurzelballen sorgfältig kontrollieren, denn der gepunktete Käfer wird häufig über befallenes Pflanzenmaterial eingeschleppt.

(Quellen: Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Mein schöner Garten, Pflanzen-Kölle, Pflanzenschutzdienst Rheinland-Pfalz, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)