Discounter in der Krise: Fast 200 Filialen stehen kurz vor dem Aus

In der Innenstadt sind zahlreiche Büroangestellte und Passanten unterwegs. Sie gehen shoppen, besuchen Cafés und Bars. Es herrscht großer Andrang.
Symbolbild © imago/Future Image

Eine bekannte Haushaltskette bangt um ihre Existenz. Da der Discounter in der Krise steckt und Insolvenz anmelden musste, stehen nun bundesweit 183 Filialen und 1.200 Arbeitsplätze auf dem Prüfstand.

Über 1.000 Mitarbeiter in fast 200 Filialen müssen nun abwarten, was die Zukunft für sie bereithält.

Hoffnungsschimmer noch zu Beginn des Jahres: Neuer Vertrag mit neuem Anfang

Zuvor war der Discounter bereits in eine handfeste Krise geschlittert und konnte die Insolvenz noch einmal abwenden. Zur Hilfe kam eine Gesellschaft, die alle Filialen des Discounters übernahm und damit eine Kehrtwende einleiten wollte. Ende Februar dieses Jahres unterzeichneten alle Beteiligten den Vertrag. Die Mitarbeiter in allen Filialen schöpften Hoffnung, denn bei der Übernahme musste keine Filiale schließen und die Angestellten behielten ihre Jobs.

Ein neues Konzept sowie Umstrukturierungsmaßnahmen sollten die Discounter-Kette wieder auf den richtigen Weg bringen. Lange hielt der Hoffnungsschimmer jedoch nicht an. Denn am 12. Mai musste die Discounter-Kette dann tatsächlich Insolvenz anmelden.

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Die Pläne und die darauf gesetzte Hoffnung waren groß. Trotz großer Konkurrenz wollte man Mäc-Geiz wieder auf die Gewinnspur führen. Daraus wurde nun leider nichts. Und der Insolvenz-Antrag lässt nichts Gutes hoffen. Denn alle 183 Filialen in Deutschland sollen genauestens unter die Lupe genommen werden. Das bedeutet: Die Mietverträge werden geprüft, genauso wie die Gewinne, die jede einzelne Filiale einfährt. Die kommenden drei Monate bekommen alle 1.200 Angestellten zwar ihre Löhne und Gehälter aus dem Insolvenzgeld. Doch wie es für sie weitergehen wird, weiß derzeit niemand.

Wieso jedoch konnten auch die neuen Pläne nichts an der Situation ändern? Laut Expertenmeinung liegt dies an den zahlreichen Gründen, mit denen auch andere Ketten zu kämpfen haben. Immer mehr Kunden wandern nämlich zu extrem günstigen Online-Riesen wie Temu oder Shein ab. Dadurch entgehen dem stationären Einzelhandel jedes Jahr Milliarden Euro an Umsatz.

(Quellen: dpa, Lebensmittel Zeitung, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)