
1.200 Jobs in knapp 200 Filialen stehen derzeit auf dem Spiel, denn eine berühmte Discounterkette ist insolvent. Damit fordert die Pleitewelle ein weiteres bekanntes Opfer. Ein Ende ist nicht in Sicht.
Dieselben Probleme und weiterhin kein Ende in Sicht. Der Einzelhandel in Deutschland hat es nicht leicht. Nun bangen 1.200 Mitarbeiter in knapp 200 Filialen um ihre Jobs.
Berühmte Kette muss die Segel streichen: Gegen diese Entwicklung kommt sie nicht an
Natürlich sind die Kosten für Energie, Personal und Waren angestiegen. Und die globalen Konflike wie der Russland-Krieg und der Iran-Konflikt tragen sicherlich nicht gerade zu einer Entspannung der Situation bei.
Ein wesentlicher Grund jedoch ist das veränderte Konsumverhalten der Menschen. Inzwischen schwappt das Angebot an Billig-Anbietern, die Deko, Alltagsgegenstände, Kleidung und vieles mehr zu deutlich günstigeren Preisen verkaufen, förmlich über. Hielten die langen Lieferzeiten von vier bis sechs Wochen zunächst die Verbraucher noch von Bestellungen aus Fernost ab, hat sich auch dieses Problem gelöst. Die Waren kommen nämlich inzwischen deutlich schneller in Deutschland an. Eine Sache der Optimierung.
1.200 Jobs in fast 200 Filialen: So soll es nun für die Mitarbeiter weitergehen
Vor Ort gibt es zahlreiche Discounterketten, die ebenfalls günstige Artikel anbieten. Jeden Tag gehen tausende Menschen bei Woolworth, Tedi, Kik und Co. einkaufen. Doch schon seit Jahren gehen die Umsätze zurück. Das merkte auch die Discounterkette Mäc-Geiz, die in Sachsen-Anhalt ansässig ist. Für das Unternehmen ist dies ein besonderer Rückschlag, da Kodi erst vor Kurzem die Filialen übernommen hatte und durchstarten wollte.
Deshalb sollen jetzt alle 183 Filialen auf den Prüfstand gestellt werden. Jede einzelne wird auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft. Experten gehen bereits jetzt davon aus, dass wahrscheinlich nicht alle Filialen bestehen bleiben. Knapp 1.200 Mitarbeiter bangen nun um ihre Jobs. Welche es treffen könnte, ist noch nicht bekannt. Bislang läuft jedoch alles wie gewohnt weiter. Die Kunden können die Filialen besuchen. Aufträge arbeitet das Unternehmen wie gewohnt ab. Löhne und Gehalter erhalten die Angestellten für die nächsten drei Monate aus dem Insolvenzgeld. Wie es danach weitergeht, steht noch in den Sternen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Lebensmittel Zeitung)














