
Mit dem Start der Adventszeit füllen sich Deutschlands Innenstädte wieder mit Menschen. Viele Besucher freuen sich auf das Essen vor Ort und die warmen Getränke. Allerdings verbietet nun ein Weihnachtsmarkt den Namen eines Kult-Getränks.
Weihnachtsmärkte gelten für viele als Herzstück der Vorweihnachtszeit: Sie schaffen Orte, an denen Menschen zusammenkommen, bummeln, verweilen und sich auf die anstehenden Festtage einstimmen. Zu den stärksten Besuchermagneten zählen die kulinarischen Angebote und warme Getränke.
Deutsche zieht es auf die Weihnachtsmärkte
Familien, Paare und Freundesgruppen nutzen die Weihnachtsmärkte häufig als Treffpunkt, um dem vorweihnachtlichen Chaos zu entkommen. Klassiker wie gebrannte Mandeln, Bratwürste und Lebkuchen gehören für viele ebenso zum Weihnachtsmarkt wie die stimmungsvolle Beleuchtung. Besonders beliebt bleibt aber Glühwein. Seine Wurzeln reichen bis in die Antike zurück: Schon die Römer würzten Wein mit Kräutern und erhitzten ihn, um ihn haltbarer und aromatischer zu machen. Im Mittelalter entwickelte sich daraus der sogenannte Würzwein, der später zum Glühwein wurde. Sein Erfolg heute hat mehrere Gründe: Der heiße, süße Wein wärmt an kalten Winterabenden und ist geschmacklich vielseitig.
Kult-Getränk: Erster Weihnachtsmarkt verbietet Namen
Neben Glühwein gewinnt in den vergangenen Jahren ein weiteres Heißgetränk zunehmend Aufmerksamkeit: der Lumumba. Die Mischung aus heißer Schokolade und einem Schuss Rum gilt als cremige Alternative für alle, die es etwas süßer mögen. Der Name „Lumumba“ wird seit Jahrzehnten verwendet, ist jedoch umstritten, da er auf Patrice Lumumba, den ersten Premierminister des unabhängigen Kongo, verweist. Trotz dieser Diskussion bleibt das Getränk auf vielen Märkten präsent. Beliebt ist es vor allem wegen seines milden, schokoladigen Geschmacks, der weniger weinlastig wirkt als Glühwein.
Die anhaltende Debatte um den Namen hat nun erstmals konkrete Folgen: Der Weihnachtsmarkt in Mainz reagiert in dieser Saison und verzichtet auf die traditionelle Bezeichnung. Die Mischung aus Kakao und Rum bleibt zwar im Angebot, wird aber künftig unter dem neutralen Namen „Kakao mit Rum“ verkauft. Besucher äußern sich mehrheitlich positiv zu dem Schritt und sehen darin eine konsequente und zeitgemäße Entscheidung.
(Quellen: Denkfabrik Diversität, dpa)














