Dreimal so teuer: Neuer Preishammer trifft jetzt Adventskalender

Ein bunter Adventskalender, der noch geschlossene Türchen hat. Auf dem Kalender ein Weihnachtsmann mit verschiedenen Tieren. Im Hintergrund ein Haus, das weihnachtlich dekoriert ist. Vor dem Haus ein Weihnachtsbaum.
Symbolbild © imago/STPP

Als ob die Verbraucher nicht schon genug mit Preiserhöhungen rund um das Weihnachtsfest zu tun hätten, trifft der nächste Preishammer nun die Adventskalender. Ein Vergleich zeigt, dass sie inzwischen dreimal so teuer sind.

Weihnachtsmarkt, Süßigkeiten, Festtagsessen – es gibt wohl kaum einen Artikel, der in Bezug auf die Weihnachtszeit nicht im Preis gestiegen ist. Jetzt trifft der Preishammer jedoch die Adventskalender.

Teuerungen schmälern die Haushaltskasse: „Müssen in diesem Jahr wirklich gut haushalten“

Rund um das Weihnachtsfest finden immer zahlreiche Unternehmungen, Bräuche an den Adventssonntagen und verschiedene Aktionen in der Adventszeit statt. Familien nutzen die Zeit für einen entspannten Bummel über den Weihnachtsmarkt, Backen, Basteln und Kakao trinken an den Adventssonntagen. Und sie machen Shoppingtouren für die Weihnachtsgeschenke. Zwischendurch kauft man noch Süßigkeiten für den Nikolausstiefel und den Weihnachtsteller ein.

In Deutschland darf in der Vorweihnachtzeit auch der Adventskalender nicht fehlen, der jeden Tag mit einer Süßigkeit oder einer anderen kleinen Überraschung den Countdown bis zum Heiligabend herunterzählt. Da viele einen solchen für sich selbst, Freunde, Familienmitglieder oder den Nachwuchs kaufen, bleibt ihnen wohl nichts anderes übrig, als in diesem Jahr in den sauren Apfel zu beißen.

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Preishammer trifft Adventskalender: „Sind doppelt bis dreimal so teuer“

Da der Adventskalender vom Vorjahr bereits leer ist und weggeworfen wurde, hat natürlich niemand mehr den Vergleich, was den Inhalt betrifft. Die Preise dagegen haben noch viele im Kopf. Und wer in diesem Jahr einen Kalender von Haribo, Milka oder anderen Marken haben möchte, staunt nicht schlecht. Die Preise ziehen enorm an. So kostet ein Kalender von Haribo mit einem tatsächlichen Inhalt von 330 Gramm schon 9,99 Euro. Ein Adventskalender von Ferrero „Die Besten“ kostet 16,99 Euro und enthält 251 Gramm Schokolade.

Rechnet man dies auf die Kilogrammpreise hoch und vergleicht sie mit den Süßigkeiten der jeweiligen Hersteller, die sich in ihrer normalen Standardverpackung befinden, ist da Ergebnis ernüchternd: Die Produkte in den Adventskalendern sind zwei- bis dreimal so teuer. Die Hersteller erklären dies nicht nur mit den gestiegenen Kosten für Rohstoffe, Personal und Logistik. Ein Adventskalender werde in einer geringeren Stückzahl im Vergleich zu einem normalen Produkt hergestellt, weshalb die Produktionskosten bei ersterem höher liegen. Zudem hätten die Verbraucher mit Spezialdrucken, festlicher Gestaltung und Veredelungen einen Mehrwert, so die Hersteller.

(Quellen: Eigene Recherche der ka-insider Redakteure)