
Wieder einmal ziehen dunkle Wolken beim Warenhaus Galeria auf, denn jede dritte Filiale steht nun erneut auf dem Prüfstand. Dabei hatten sich das Kaufhaus selbst sowie die Angestellten endlich einen erfolgreichen Neuanfang gewünscht.
Jede dritte Filiale von Galeria steht auf dem Prüfstand – wieder einmal müssen Sparmaßnahmen her, um große Probleme bewältigen zu können. Der Neuanfang, den sich alle für das Kaufhaus gewünscht haben, scheint in weite Ferne gerückt zu sein.
Insolvenz abgeschlossen: Galeria startete hoffnungsvoll in die Zukunft
Ende Juli 2024 fand sich ein neuer Investor und rettete Galeria vor dem Aus. Zwar mussten weitere Filialen schließen und Angestellte verloren ihren Job. Doch man zeigte sich zuversichtlich, dass es mit dem altbekannten Kaufhaus endlich wieder bergauf gehen könnte. Nun sind jedoch nicht einmal zwei Jahre um und schon jetzt steckt das Unternehmen wohl wieder in Schwierigkeiten.
Bereits vor einiger Zeit war durchgedrungen, dass das Weihnachtsgeschäft und das Geschäft des ersten Quartals nicht so gut gelaufen seien, wie man erwartet habe. Zudem müsse man an einigen Standorten mit den Vermietern neu verhandeln. Bislang wollten sich letztere eher nicht auf das Unternehmen zubewegen, hieß es. Doch die Schwierigkeiten scheinen sogar noch größer zu sein, als bislang von Galeria offiziell bestätigt.
Jede dritte Filiale auf dem Prüfstand: Galeria könnten wieder schwere Zeiten blühen
Medienberichten zufolge soll es nicht nur um Mieten gehen, die Galeria wohl einigen Vermietern schuldet, sondern auch um weitere hohe Verbindlichkeiten, die der Konzern derzeit nicht aus eigener Kraft zahlen kann. Um dies bewerkstelligen zu können, hoffe man derzeit auf einen Kredit von 160 Millionen Euro von dem US-Unternehmen Gordon Brothers. Allein 80 Millionen Euro sollen davon an die US-Investmentgesellschaft Bain gehen. Als Sicherheit sollen wohl die Warenbestände des Unternehmens herhalten.
Auch von weiteren Sparmaßnahmen ist die Rede. Wenn sich die Vermieter bestimmter Standorte nicht auf Galeria zubewegen würden, müsse man sogar mit Schließungen der betroffenen Filialen rechnen. Schätzungen zufolge sei davon jede dritte Filiale betroffen. Erneut kämpft Galeria also um seine Zukunft. Mit dem Unternehmen bangen rund 12.000 Mitarbeiter in 83 Filialen in Deutschland um ihren Job.
(Quellen: Handelsblatt, WirtschaftsWoche, Galeria, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














