Durchbruch: Ikea wird jetzt zum neuen Stromanbieter

Vor dem großen blauen IKEA-Gebäude auf dem Parkplatz stehen einige Autos und laufen einige Kunden. Auf dem blau gestrichenen Gebäude prankt in gelber Schrift in Großbuchstaben IKEA. Darunter steht Home furnishings.
Symbolbild © istockphoto/RiverNorthPhotography

Eigentlich kennt man das schwedische Möbelhaus nur als Experten für Möbel, Dekoration und die beliebten Kötbullar. Doch jetzt wird Ikea zum neuen Stromanbieter und spricht damit nicht nur seine bisherigen Kunden an.

Ein neues Angebot wird diejenigen, die sowieso schon auf den Möbelriesen und seine Artikel schwören, ausrasten lassen. Aber auch bisherige Nicht-Kunden könnten sich bald als Fans erweisen. Denn Ikea wird jetzt zum Stromanbieter.

Eine Neuheit nach der anderen: Ikea rüstet auf

Wer sich schon früh mit dem Thema E-Auto auseinandersetzte, konnte seinen Stromer während des Einkaufs an einer Ladesäule auf dem Ikea-Parkplatz laden. Zunächst zahlten Kunden für diesen Service nichts. Ab 2023 erhob Ikea dann an immer mehr Ladeplätzen Gebühren. Nun sollen auch die letzten Lademöglichkeiten nicht mehr kostenlos sein. Und das hat einen guten Grund: Die meisten Ladesäulen seien laut dem Möbelhaus veraltet und würden nicht mehr effektiv arbeiten. Daher hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, bis 2028 alle Ladesäulen auf den 54 deutschen Filial-Parkplätzen aufzurüsten. Kunden können so mit ca. 20 modernen Säulen pro Filiale rechnen. Wie immer gilt: Wer eine Ikea Family Card besitzt, kann auch günstiger tanken.

Lesen Sie auch
Nächster Schritt: Mehrwegpfand soll auch auf Joghurt kommen

Ikea wird jetzt zum Stromanbieter: Das steckt dahinter

Nun kommt das Möbelhaus jedoch mit einem neuen Coup um die Ecke. Ikea wird zum Stromanbieter für nachhaltigen Strom. Dieser wird aus natürlichen Ressourcen wie Wind und Sonne gewonnen. Die Kooperation erfolgt mit Svea Strom, einem Unternehmen, das in Köln ansässig ist. Die Kunden erhalten den Strom direkt zum Börsenpreis, müssen also zum Beispiel, wie bei anderen Anbietern, keinen Risikoaufschlag zahlen. Ikea will damit erreichen, dass jeder, unabhängig vom Geld, Zugang zu nachhaltigem Strom hat.

Anhand der Börsenpreise können die Kunden die Spitzen ihres Verbrauchs selbst entscheiden. Zudem kann man jeden Monat seinen Stromvertrag kündigen. Experten sehen jedoch eine Gefahr beim Risiko: Dies liegt nämlich direkt beim Verbraucher selbst. Erreichen die Strompreise an der Börse also Spitzenpreise, müssen die Kunden auch diese mitttragen. Dennoch sehen viele die Vorteile auch bei hohen Preisen.

(Quellen: IKEA, dpa)