Edeka-Händler insolvent – mit über 70 Filialen und 3.000 Arbeitern

Der Eingang einer Filiale von Edeka mit zahlreichen Produkten rechts und links. Das Logo sowie der Slogan des Supermarktes stehen im Bildfokus. Eine Frau verlässt gerade den Laden.
Symbolbild © imago/Schöning

Mit über 70 Filialen und 3.000 Mitarbeitern musste nun ein Edeka-Händler Insolvenz anmelden. Bereits Ende letzten Jahres soll es für die Kette nicht den Erwartungen entsprechend gelaufen sein.

Die nächste Insolvenz steht in den Startlöchern und trifft dieses Mal einen Edeka-Händler, der nun insolvent ist. Über 70 Filialen und 3.000 Angestellte sind von der Pleite betroffen.

Nächst Insolvenz sorgt für Unruhe: „Die Probleme sind gravierend“

Ende letzten Jahres hatte der Edeka-Händler bereits angekündigt, dass er Verluste in Millionenhöhe geschrieben hat. Die Vergangenheit hat es nicht gut gemeint mit dem Unternehmen. Zuerst ging eine Tochtergesellschaft des Händlers pleite und leitete damit eine Reihe von unglücklichen Umständen ein. Andere Probleme im Filialnetz und hohe Pensionszahlungen führten schließlich dazu, dass der Edeka-Händler Insolvenz anmelden musste. Doch noch besteht Hoffnung, denn die Geschäftsführung hat schon Pläne, wie sie das Unternehmen wieder aus der Insolvenz herausschaffen soll.

Edeka-Händler insolvent: So soll es für das Unternehmen weitergehen

Noch hat keiner aufgegeben. Durch das vorläufige Insolvenzverfahren sind die Gehälter und Löhne der rund 3.000 Mitarbeiter für die nächsten drei Monate gesichert. Und auch der Geschäftsbetrieb der 73 Filialen des Edeka-Händlers Feneberg bleibt zunächst geöffnet und läuft wie gewohnt weiter.

Lesen Sie auch
Streit eskaliert: Gericht stoppt Verkauf für bestimmte Verbrenner

Im Hintergrund geht es dagegen darum, Pläne für den Erhalt des Unternehmens zu entwerfen und umzusetzen. So hat die Geschäftsführung beispielsweise das Schutzschirmverfahren beantragt. Dies bedeutet, dass die Verantwortlichen in ihrer Position verbleiben und Unterstützung durch einen Insolvenzverwalter erhalten. Nun soll jede einzelne Filiale auf den Prüfstand gestellt werden. Welcher Standort nicht wirtschaftlich ist, könnte in Zukunft sogar geschlossen werden. Des Weiteren befindet man sich auf der Suche nach Investoren, die die eine oder andere Filiale übernehmen könnten. Mit den übriggebliebenen Filialen will man dann in die Zukunft gehen. Bislang soll keinem Mitarbeiter gekündigt werden. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass man die Angestellten mit in die verbleibenden Filialen übernehmen kann. Wie dies letztendlich ausgeht, wird nur die Zukunft zeigen.

(Quellen: Lebensmittel Zeitung, Amtsgericht Kempten, dpa)