
Enttäuschung, Wut und Schock unter den Mitarbeitern: Ein bekannter Getränke-Hersteller ist pleite und muss jetzt alles daran setzen, um den Fortbestand zu sichern. Die Stimmung innerhalb des Unternehmens ist offenbar angespannt.
Sie können es kaum fassen, doch für die Mitarbeiter steht wohl alles auf dem Spiel. Ihr Arbeitgeber musste Insolvenz anmelden. Nun werden Vorwürfe laut.
Schocknachricht für Mitarbeiter: Bekannter Getränke-Hersteller pleite
Der Ursprung dieses Unternehmens reicht bis ins Jahr 1679 zurück. Jetzt steht es auf der Kippe. Rund 300 Beschäftigte sind von einer großen Krise im Betrieb betroffen. Und sie hat es wohl in sich: Offenbar hat die herausfordernde Situation die Belegschaft so tief getroffen, dass sich einige Mitarbeiter „komplett alleine“ fühlen ‒ was man durchaus als Vorwurf an den Arbeitgeber interpretieren kann. Unter anderem wird eine intransparente Kommunikation bemängelt. Man würde noch auf den Monatslohn für Oktober warten.
In den sozialen Medien zeigt sich das Unternehmen kämpferisch: „Wir sind und bleiben für euch da“, so das Versprechen an Kunden. Mit der Hilfe eines Sanierungsverfahrens will es sich nicht nur neu aufstellen, sondern wohl auch die Arbeitsplätze der Angestellten sichern. Zu hohe Kosten für die Produktion, wenig Gewinne und fehlende Rücklagen hätten unter anderem zur Schieflage geführt. Jetzt muss die Mannheimer Brauerei um ihre Existenz bangen.
Bedeutung für Kunden im Supermarkt
Dass es ausgerechnet die Privatbrauerei Eichbaum getroffen hat, dürfte Branchenexperten kaum überraschen. Seit Jahren leiden Brauereien unter dem rückläufigen Bierkonsum und steigenden Kosten. Auch in anderen Branchen geraten immer mehr Unternehmen in eine finanzielle Schieflage, sodass die Insolvenzzahlen hoch ausfallen. Finale Zahlen für den Juli 2025 zeigen die Tendenz auf: In dem Sommermonat gab es im Vorjahresvergleich 13,4 Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen.
Nun gesellt sich auch Eichbaum dazu. Die Brauerei hatte unter anderem die Marke Karamalz vertrieben. Mittlerweile wurde sie an Veltins verkauft. Zum Portfolio gehören weiterhin die Biere und Limonaden von Braumeister sowie einige weitere Produkte. Grundsätzlich können Insolvenzen dazu führen, dass das Sortiment der betroffenen Marken in Märkten wie Rewe oder Edeka schrumpft. Das dürfte vor allem Verbraucher treffen. Ob die Sanierung gelingt, ist noch unklar. Die bisherige Geschäftsführung hat das Ruder abgegeben und ist zurückgetreten. Die weitere Entwicklung bleibt offen.
(Quellen: dpa, Insolvenzregister Deutschland)














