
Proteinprodukte erleben seit Jahren einen starken Boom. Doch der Erfolg bringt nun neue Probleme mit sich: Einige Artikel verschwinden aus den Regalen. Supermärkte kämpfen jetzt mit Engpässen bei Lebensmitteln.
Glücklicherweise versprechen die Verantwortlichen eine spürbare Entlastung im Alltag. Allerdings offenbaren die ersten Entwürfe bereits deutliche Schwachstellen bei der praktischen Umsetzung im Land.
Immer mehr Menschen greifen zu Proteinprodukten
Proteinriegel gehören inzwischen ebenso zum Alltag wie angereicherte Joghurts oder Shakes. Auch in sozialen Netzwerken erhält das Thema viel Aufmerksamkeit. Dort präsentieren Influencer regelmäßig eiweißreiche Mahlzeiten und Snacks. Protein gilt für viele Menschen als wichtiger Bestandteil ihrer Ernährung, weshalb die Nachfrage nach Produkten mit zusätzlichem Eiweiß seit einiger Zeit deutlich zunimmt. Supermärkte, Drogerien und Discounter erweitern ihr Sortiment kontinuierlich und bieten immer mehr Lebensmittel mit erhöhtem Proteingehalt an. Kunden finden die Produkte inzwischen in zahlreichen Warengruppen. Hersteller reagieren auf die hohe Nachfrage und bringen regelmäßig neue Artikel auf den Markt.
Engpässe bei Lebensmitteln: Proteinprodukte verschwinden
Proteinprodukte enthalten mehr Eiweiß als vergleichbare herkömmliche Lebensmittel. Hersteller erhöhen den Proteingehalt, indem sie zusätzliche Eiweißquellen in die Rezepturen einarbeiten. Häufig nutzen sie dafür Molkenprotein, das viele Verbraucher unter der Bezeichnung Whey-Protein kennen. Daneben kommen je nach Produkt auch andere Proteinquellen zum Einsatz. Das zusätzliche Eiweiß soll dazu beitragen, den Proteingehalt deutlich anzuheben. Auf diese Weise entstehen unter anderem Puddings, Brote oder Getränke, die mehr Eiweiß enthalten als die klassischen Varianten derselben Lebensmittel.
Der anhaltende Boom sorgt inzwischen jedoch für Schwierigkeiten bei der Versorgung. Nach Informationen können einige Hersteller ihre Handelspartner derzeit nicht vollständig beliefern. Betroffen sind demnach auch bekannte Marken aus dem Proteinsegment bei Edeka und Kaufland. Hintergrund ist eine angespannte Situation auf dem Markt für Molkenprotein. Die weltweite Nachfrage nach dem Rohstoff steigt derzeit stärker, als die Produzenten zusätzliche Mengen bereitstellen können. Dadurch geraten Lieferketten unter Druck. Für Verbraucher macht sich das bemerkbar, weil bestimmte Proteinprodukte zeitweise schwer erhältlich sind oder ganz aus den Regalen verschwinden.
(Quellen: Lebensmittel Zeitung, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














