Edeka zieht nun Schlussstrich – verschwindet aus allen Filialen

Ein Blick auf den Parkplatz einer Edeka-Filiale. Es scheint Winter zu sein und die Weihnachtsdekoration in Form von Sternen hängt an dem Supermarktgebäude. Die Menschen bilden eine Schlange vor dem Eingang.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Edeka zieht nun die Reißleine und verabschiedet sich nach und nach von einer bestimmten Marke. Durch die Umstrukturierung will das Unternehmen die Standards anpassen und den Vorstellungen der Kundschaft entsprechen.

Edeka ist eine der größten Supermarktketten der Bundesrepublik. Unter diesem Banner vereint das Unternehmen gleich mehrere Tochtergesellschaften und Marken. Eine davon bringt scheinbar nicht die gewünschten Resultate.

Edeka als erfolgreiche Muttergesellschaft

Im nächsten Jahr feiert Edeka sein 120-jähriges Firmenjubiläum. 1907 in Leipzig gegründet, galt der Name einst als Abkürzung für „Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwarenhändler im Halleschen Torbezirk zu Berlin“. Heute vereint das Unternehmen verschiedene Markttypen unter einer Flagge und ist Miteigentümer des Netto-Markendiscounters. Seit Anfang der Neunziger Jahre gehört auch Marktkauf zu dieser Gruppe. Marktkauf zeichnet sich als großes SB-Warenhaus vor allem durch ein Angebot aus dem Food- und Non-Food-Bereich aus – ähnlich wie Real oder Globus. Auf einer Fläche von meist etwa 5.000 Quadratmetern sind im Sortiment Elektronik, Textilien, Haushaltswaren, Spielzeug und nicht selten auch Baumarkt-Artikel zu finden.

Edeka zieht nun einen Schlussstrich

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Nun soll Marktkauf verschwinden und durch E-Center ersetzt werden. Zum einen versprechen sich die Verantwortlichen dadurch steigende Bekanntheit – Insidern zufolge ist die Marke vor allem in Süddeutschland wenig bekannt –, zum anderen kann man so das Preisniveau anpassen. Das erleichtert schlussendlich interne Abläufe und den zusätzlichen Werbeaufwand für die Extra-Marke. Im Rhein-Ruhr-Gebiet sei das in diesem Maße nicht notwendig. Dort, in seiner Heimat, ist Marktkauf bekannt.

Im Normalfall steuern die jeweiligen regionalen Edeka-Großhandelsbetriebe auch die Marktkauf-Filialen. Lediglich neun der noch gelisteten Standorte werden von privaten Kaufleuten betrieben. Der erste, jener in Freiburg, hat die Umstellung bereits hinter sich. Aschaffenburg, Filderstadt und Schorndorf sollen bald nachziehen. Und auch die übrigen Märkte sollen schrittweise folgen. Damit ist von den ursprünglich über 120 Filialen in ganz Deutschland schon bald keine mehr übrig. Jedoch gilt noch einmal hervorzuheben, dass lediglich die Marke verschwindet, nicht aber die Einkaufsmöglichkeit als solche. Es findet lediglich eine Umfirmierung und Anpassungen statt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Lebensmittel Zeitung, Edeka)