Einkaufen zu teuer – erste Supermärkte bieten Ratenzahlung an

Ein Mann hält drei 50- Euro Scheine in seiner Hand. Hinter den Scheinen sind mehrere rote Einkaufswägen zu sehen, die mittels Sicherung miteinander verbunden sind.
Symbolbild © imago/Funke Foto Services

Da das Einkaufen für viele Menschen immer teurer wird und so mancher es sich nicht leisten kann, bieten nun erste Supermärkte eine Ratenzahlung für Lebensmitteleinkäufe an. Experten üben jedoch massive Kritik an diesem System.

Erste Supermärkte bieten ihren Kunden eine Ratenzahlung beim Kauf von Lebensmitteln an. Was im ersten Moment jedoch gut gemeint scheint, kann bei den Betroffenen zu massiven Problemen führen.

Ratenzahlung schafft Freiheiten – und Probleme

Eine Sache auf Raten kaufen zu können, ist besonders dann eine große Erleichterung, wenn man einen so hohen Betrag nicht auf einmal bezahlen kann, den Gegenstand jedoch unbedingt benötigt. Ratenzahlungen gibt es schon seit Jahrhunderten. Und auch die Erhöhung des Betrags durch Zinsen. Was einerseits jedoch enorme Freiheit schafft, kann andererseits plötzlich zu Problemen führen. Experten sehen insbesondere bei der „Buy now, pay later“-Methode von Klarna oder Paypal eine Falle für die Verbraucher. Diese Bezahldienste verleiten hauptsächlich jüngere Verbraucher dazu, Konsumgüter auf Pump zu kaufen. Die scheinbar harmlosen Mikrokredite summieren sich schnell zu einer unüberwindbaren Schuldenlast.

Laut den Daten des Creditreform Schuldneratlas ist die Zahl der überschuldeten Erwachsenen im Jahr 2025 erstmals seit 2018 wieder gestiegen – auf rund 5,67 Millionen Menschen. Das entspricht einem Zuwachs von etwa 111.000 Betroffenen oder 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die bundesweite Überschuldungsquote kletterte damit wieder auf 8,16 Prozent.

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Supermärkte bieten Ratenzahlung an: Kritiker sehen Falle für die Ärmsten der Armen

Nun bieten die ersten Supermärkte die Möglichkeit an, auch Lebensmittel auf Raten zahlen zu können. Hierbei handelt es sich um die italienische Supermarkt-Kette Pewex. Die Ratenzahlungsoptionen können direkt an der Kasse des Supermarktes abgerufen werden. Und natürlich über den Bezahldienst Klarna. Doch genau hierin sehen Kritiker ein großes Potenzial, um weiterhin in die Schuldenfalle hinabzurutschen.

Insbesondere die Ärmsten der Armen, die sich einen Einkauf in diesem Moment vielleicht nicht leisten können, schöpfen Hoffnung. Dabei wissen sie eigentlich nicht, wie sie die Raten in den kommenden Monaten zahlen sollen. Und geraten immer tiefer in die Schuldenfalle. In Deutschland kann man zwar bei Supermärkten wie Lidl in den Online-Shops die Ratenzahlungsfunktion von Klarna nutzen, allerdings nicht für Lebensmitteleinkäufe.

(Quellen: Klarna, PAM Panorama)