Ende: Kult-Laden schließt nach 40 Jahren in deutscher Großstadt

Man sieht Menschen beim Einkaufen. Die Bürger laufen durch eine Einkaufspassage an Geschäften mit deutschen Traditionsmarken vorbei. Sie schauen in die Schaufenster hinein und einige Kunden gehen in die Geschäfte, um Produkte zu kaufen.
Symbolbild © imago/Wolfgang Maria Weber

Dieses Ende dürfte die Bürger hart treffen, denn nach 40 Jahren schließt jetzt ein echter Kult-Laden in einer deutschen Großstadt die Türen für immer. Das Geschäft wurde inzwischen ausgeräumt.

Eine Tradition geht mit dem heutigen Tag zu Ende, denn ein Kult-Laden musste nach über 40 Jahren seine Türen endgültig schließen. Die Bürger verstehen die Welt nicht mehr.

Eine weitere Tradition verschwindet: Nächster Laden muss schließen

Und wieder einmal verschwindet ein Traditionsladen aus dem Stadtbild einer deutschen Großstadt. Das kleine Geschäft ist dabei nicht das einzige, das seine Türen in der letzten Zeit dichtmachen musste. Immer wieder kommt es zu leeren Läden, für die sich kein neuer Mieter findet. Damit geht das Sterben der Innenstädte weiter. Grund dafür muss nicht immer eine Insolvenz sein, wie dieses Beispiel eindrucksvoll zeigt. Für das Geschäft in einer absoluten Traumlage gibt es jedoch keinen anderen Weg mehr, auch wenn sowohl die Inhaberin als auch die Bürger selbst dies zunächst noch gehofft hatten.

Nach über 40 Jahren: Kult-Laden schließt

Über 40 Jahre lang führte die Inhaberin Sieglinde Konrad den kleinen Geschenke- und Souvenirladen „Geschenke Stuben“ in der Ladenzeile des Münchener Rathauses. Sowohl für Außenstehende als auch für die Ladenbesitzer selbst eine absolute Traumlage, denn hier gehen viele Kunden vorbei und das Rathaus verfügt über eine lange Geschichte – die man ihm auch ansieht. Nun muss die Besitzerin aus gesundheitlichen Gründen jedoch aufhören und wollte, dass ihr Mitarbeiter Serhat Kaynar das Geschäft übernimmt und weiterführt. Denn auf Geschenke und typisch bayerische Souvenirs will wohl niemand verzichten.

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Doch leider hat die Übernahme wohl nicht geklappt. Vom Kommunalreferenten heißt es, dass die maßgeblichen Kriterien, die für das Eintreten in das bestehende Mietverhältnis notwendig gewesen wären, nicht nachgewiesen werden konnten. Im Klartext: Serhat Kaynar darf das Geschäft in der Münchener Ladenzeile des Rathauses nicht übernehmen. Die genauen Gründe sind unbekannt. Nun vermietet die Stadt den Laden ab August dieses Jahres neu. Bereits am 27. Mai habe man einen Transporter gesehen und der Laden wurde von der Vorbesitzerin ausgeräumt. Damit endet nach über 40 Jahren ein Stück Tradition.

(Quellen: Süddeutsche Zeitung, Kommunalreferat München, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)