Erdbeer-Krise in Deutschland: Preise steigen jetzt drastisch an

Mehrere Menschen bewegen sich durch die Reihen eines großen Erdbeerfeldes und pflücken die Frucht. Sie tun die Erdbeeren in einen Korb hinein, den sie bei sich tragen.
Symbolbild © istockphoto/We-Ge

Für Fans der süßen Frucht deutet sich eine „Erdbeer-Krise“ in Deutschland an: Wer das Obst liebt, muss mit steigenden Preisen rechnen und demnach immer tiefer in die Tasche greifen. Das sind die Gründe.

Sie sind ein gesunder, schmackhafter und kalorienarmer Snack. Allerdings sind Erdbeeren deutlich teurer geworden. Warum Kunden mehr bezahlen müssen.

Nährstofflieferanten: Deshalb sind Erdbeeren so gesund

Ungefähr 3,3 Kilogramm Erdbeeren naschen die Deutschen jährlich pro Kopf. Damit ist der Verbrauch des süßen Beerenobstes etwas gesunken. Dennoch gehört der Vitaminlieferant nach wie vor zu den wohl beliebtesten Früchten in der Küche. Ob im Obstsalat, auf dem Kuchen oder pur ‒ Erdbeeren schmecken nicht nur gut, sondern sind auch vielfältig einsetzbar und kalorienarm. Wer sich 100 Gramm genehmigt, nimmt lediglich 30 Kalorien auf. Sie liefern zudem reichlich Nährstoffe. Dazu zählen Folsäure und Vitamin C ‒ sogar mehr als Orangen. Somit tragen sie zur Stärkung des Abwehrsystems bei. Als vergleichsweise zuckerarmes Obst sind sie für Diabetiker grundsätzlich gut geeignet. Allerdings müssen Verbraucher für ein halbes Kilogramm Erdbeeren immer tiefer in die Tasche greifen.

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Erdbeer-Krise in Deutschland: Deshalb steigen die Preise

Nach Angaben des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) hat sich der Kilogrammpreis deutlich erhöht. Innerhalb von zehn Jahren ist er demnach um über 50 Prozent in die Höhe geklettert. Als wesentlicher Grund für die Entwicklung, die Verbraucher zu spüren bekommen, werden gestiegene Personalkosten genannt. Besserung ist vorerst wohl nicht in Sicht: Wer Erdbeeren liebt, muss auch in der Saison 2026 stark sein. Wegen der Sperrung der Straße von Hormus im Rahmen des Irankonflikts ist vieles teurer geworden, darunter Düngemittel und Energie.

Hinzu kommt, dass der Mindestlohn zum 1. Januar 2026 erneut gestiegen ist. In Kombination führt das zu weiteren Teuerungen bei Erdbeeren. Für 500 Gramm werden ‒ je nach Region ‒ etwa 4,50 Euro bis über sechs Euro angesetzt. Besonders teuer fallen im Vergleich heimische Bio-Früchte aus. Wer sich für das Selbstpflücken auf dem Erdbeerfeld entscheidet, kann oft etwas Geld sparen. Das lohnt sich allerdings nur, wenn das Obst baldmöglichst verspeist, zu Marmelade verarbeitet oder eingefroren wird.

(Quellen: Landwirtschaftskammer, Obstbauern, Marktanalysen, dpa)