
Seit Monaten wird gewarnt, jetzt ist es so weit. In vielen Regionen Deutschlands wird das Trinkwasser knapp. Nun werden erste Maßnahmen ergriffen, um Wasser zu sparen. Diese betreffen auch die Verbraucher.
Schon seit langem warnen Experten vor einer eintretenden Wassernot in Deutschland. In vielen Regionen der Bundesrepublik ist dieser Albtraum jetzt wahr geworden. Dennoch soll etwas dagegen unternommen werden.
Zu lange Trockenperioden: Trinkwasser wird knapp
Wasser ist Leben. Der menschliche Körper kann mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate (je nach Verfassung) ohne Nahrung auskommen. Nur wenige Tage ohne Wasser können jedoch schnell den Tod bedeuten. Bei diesem Gedanken haben die meisten wahrscheinlich ein Wüsten-Szenario vor Augen. Mit Sicherheit nicht saftig grüne Wiesen und Wälder, die normalerweise das Bild von Deutschland prägen. Noch vor einigen Jahren hätte wohl kaum jemand geglaubt, dass es in unseren Breitengraden einmal zur Wasserknappheit kommt. Immerhin herrscht bei uns aus geologischer Sicht gemäßigtes Klima.
Dass nun aber mit dem Trinkwasser gespart werden muss, schockiert viele Bürger. Dabei haben Experten genau diese Situation seit Jahren vorhergesagt. Schon in diesem Frühjahr wurden Warnungen herausgegeben, dass das Grundwasser knapp wird oder mancherorts schon ist. Die Gründe dafür sind die viel zu langen Trockenperioden. Im vergangenen Winter gab es kaum Schnee und im Frühling viel zu wenig Regen. Hinzukommt, dass es zu früh schon zu warm ist – dem Klimawandel sei Dank, wird es jedes Jahr schlimmer.
Erste Maßnahmen: Trinkwasserrationierung und ein Appell an die Bürger
Vor allem im Sommer verbrauchen die Deutschen mehr Wasser als sonst im Jahr. Man trinkt mehr, duscht häufiger, gießt die geliebten Pflanzen und befüllt vielleicht noch den Pool. Laut Experten liegt der Wasserverbrauch pro Kopf in den warmen Monaten bei etwa 250 Litern. In den kühlen Monaten seien es 150 Liter. Nun ist auch Wasser keine unerschöpfliche Ressource. Versiegt das Grundwasser – und das ist inzwischen bundesweit der Fall –, wird auch das Trinkwasser knapp. Im Allgäu zapft man beispielsweise bereits Notreserven an, um die betroffenen Ortschaften zu versorgen. Die Pegel der Brunnen und Frischwasserdepots seien schlicht zu niedrig und das Grundwasser aus der Erde fließe zu langsam nach.
Die Anwohner werden unterdessen gebeten, verantwortungsvoll mit dem Wasser umzugehen. Jeder einzelne Mensch kann seinen Beitrag leisten – sei er noch so klein. Das Hauptproblem der „Übernutzung“ oder Verschwendung von Trinkwasser liegt jedoch bei Industrie, Landwirtschaft und Bergbau. Wird hier nichts unternommen, sind die heimischen Bäche, Flüsse und Seen bald nur noch Erinnerungen.














