
Edeka will den Markt jetzt ordentlich aufmischen und startet seine eigene Drogeriemarke. Das Unternehmen will den beiden bekannten Drogerie-Giganten Konkurrenz machen. Doch Experten sind skeptisch.
Die Supermarktkette Edeka startet eine eigene Drogeriemarke und will damit das Sortiment vereinheitlichen. Der Geschäftsbereichsleiter sieht zudem riesiges Potenzial in der neuen Strategie.
Wachstum: Die Ketten will ihren Marktanteil
Wer in Deutschland eine neue Zahnbürste, Duschgel oder Shampoo braucht, geht meist zu Rossmann oder DM. Denn die beiden Drogerieketten beherrschen den Markt unangefochten. Genau das möchte die Kette Edeka jetzt ändern und startet eine eigene Drogeriemarke. Ab Frühjahr dieses Jahres möchten sich die Verantwortlichen mit einer neuen Strategie Marktanteile in diesem Segment erkämpfen.
Konkret soll es eine einheitliche Dachmarke geben, die alle anderen Edeka-Marken wie Elkos sowie die bei Netto geführten Marken Hairwell, Pure & Basic und Shisara zusammenführt. Verbraucher können Körperpflegeprodukte der Edeka-Kette dann in Zukunft unter dem Namen Jolea im Regal finden. Das Patent hat sich die Edeka-Zentralstiftung & Co. KG Medienberichten zufolge bereits im Sommer 2025 gesichert. Und so steht der Neupositionierung nichts mehr im Wege.
Risiko: Supermarkt könnte Kunden verlieren
Der Plan klingt vielversprechend, und der Bereichsleiter Brand Marketing, Mario Bertsch, hat große Hoffnung, sich gegen DM und Rossmann durchsetzen zu können. Allerdings sieht er die Kette auch im Zugzwang. So verriet er bereits öffentlich, dass er der Ansicht ist, dass der Geschäftsbereich für Verbraucher immer relevanter wird und man jetzt handeln müsse, um sich gegen die beiden Giganten durchsetzen zu können.
Von der neuen Marke Jolea verspricht er sich, in Zukunft höhere Margen erwirtschaften zu können und sich im Drogerie-Segment einen Namen zu machen. Edeka hat dabei nicht nur den deutschen Markt im Auge. Denn die Kette startet ihre eigene Drogeriemarke direkt international. Doch nicht alle sind so hoffnungsvoll. So haben einige Edeka-Kaufleute bereits ihre Skepsis geäußert. Sie untermauern diese damit, dass es viel Vertrauen seitens der Endverbraucher benötigt, um sich auf dem Markt zu positionieren. In Anbetracht der plötzlichen Veränderung befürchten sie, Bestandskunden abzuschrecken. Inwiefern das eintrifft, bleibt allerdings abzuwarten.
(Quellen: Edeka, Rossmann, dpa)














