
Pflanzliche Ernährung ist längst im Alltag angekommen. Doch nun verändert sich auch die Sprache auf Verpackungen: Bestimmte Begriffe sollen künftig tierischen Produkten vorbehalten bleiben. Einige Hersteller müssen die Produktnamen ändern.
Immer mehr Menschen setzen bei ihrer Ernährung auf pflanzliche Produkte. Hersteller reagieren auf diese Entwicklung und bringen immer mehr Produkte auf den Markt. Künftig soll klarer erkennbar sein, welche Begriffe tatsächlich für Produkte mit Fleisch stehen.
Pflanzliche Fleischalternativen werden immer beliebter
Immer mehr Menschen reduzieren ihren Fleischkonsum oder verzichten vollständig darauf. Die Gründe dafür sind vielfältig. Laut dem Bundeszentrum für Ernährung zählen insbesondere Neugier, Geschmack sowie der Tier- und Klimaschutz zu den wichtigsten Motiven. Pflanzliche Alternativen können den Umstieg zusätzlich erleichtern, da sie die Zubereitung vertrauter Gerichte ermöglichen und dabei ähnliche Geschmackserlebnisse bieten. Auch aus ökologischer Sicht können sie Vorteile mit sich bringen: Das Umweltbundesamt kommt zu dem Ergebnis, dass pflanzliche Fleischersatzprodukte im Vergleich zu Rindfleisch deutlich weniger Treibhausgasemissionen verursachen und einen geringeren Wasser- und Flächenverbrauch aufweisen.
Hersteller müssen Produktnamen ändern
Die Lebensmittelbranche muss sich nun auf neue Vorgaben bei der Kennzeichnung einstellen. Das Europäische Parlament hat Regeln beschlossen, die bestimmte Bezeichnungen künftig an Fleischprodukte binden. Die Abgeordneten wollen damit für eine klarere Information beim Einkauf sorgen. Zugleich spielt der Schutz der Landwirtschaft eine Rolle, denn die neuen Vorschriften sollen die Stellung von Tierhaltern und ihren Erzeugnissen stärken. Für Hersteller pflanzlicher Alternativen bedeutet das jedoch nicht das Ende entsprechender Produkte. Sie können weiterhin angeboten werden, müssen aber bei bestimmten Bezeichnungen neue Grenzen beachten.
Konkret geht es um zahlreiche Begriffe, die künftig nicht mehr frei für fleischlose Produkte verwendet werden dürfen. Dazu zählen unter anderem „Chicken“, „Bacon“, „Steak“ und „Ribs“, aber auch weitere Bezeichnungen für Fleisch und bestimmte Fleischstücke. Das Parlament definiert Fleisch dabei als essbare Teile von Tieren. Der Hintergrund: Verbraucher sollen nach Ansicht des Parlaments leichter erkennen können, ob ein Produkt tatsächlich Fleisch enthält. Damit will die EU mehr Transparenz bei der Kennzeichnung schaffen.
(Quellen: Europäisches Parlament, EU-Kommission, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














