EU verschärft Regeln: Pflanztöpfe werden bald komplett verboten

Mehrere stapelweise aufeinander gestellte, terrakotterfarbene Blumentöpfe aus Kunststoff. Die Töpfe in unterschiedlicher Größe stehen dicht beieinander auf einem Metallregal in einem Baumarkt oder im Lagerraum eines Gartencenters.
Symbolbild © istockphoto/balticboy

Jetzt sollen noch härtere Maßnahmen folgen, um die Klimaziele zu erreichen: Neue Regeln der EU nehmen Pflanzentöpfe ins Visier. Was geplant ist und welche Auswirkungen eine Umsetzung auf Händler und Verbraucher hätte – ein Überblick.

Damit haben Gartenfreunde wohl kaum gerechnet, doch schon bald könnte die EU ernst machen. Warum bestimmte Pflanzentöpfe womöglich offiziell aus den Regalen verschwinden.

EU Regeln: Pflanztöpfe könnten bald verschwinden

Was im Einkaufskorb und später in der gelben Tonne landet, hängt nicht nur von den Vorlieben der Verbraucher ab ‒ auch der sogenannte „European Green Deal“ nimmt Einfluss darauf. Dabei handelt es sich um den Klimaplan der EU. Das große Ziel: Europa soll bis spätestens 2050 Klimaneutralität erreicht haben. Dafür werden nach und nach immer mehr Bereiche strenger geregelt, etwa die jeweiligen Verpackungsordnungen der Mitgliedsstaaten. Wer davon hört oder liest, denkt vor allem an Plastikflaschen im Supermarkt oder Essensverpackungen und To-go-Becher in der Gastro-Branche. Dass es auch Pflanzentöpfe trifft, haben wohl nur die wenigsten auf dem Schirm.

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Was die Änderung für Händler bedeuten könnte

Einweg-Kunststofftöpfe, die bisher als praktischer Teil der Pflanzen galten und nach dem Erwerb häufig im Müll landeten, sollen bis 2030 aus den Baumarkt- und Gartencenterregalen verschwinden. Denn die Pflanzentöpfe will die EU künftig wohl als Verpackung definieren, wie jetzt aus nicht veröffentlichten Dokumenten hervorgehen soll. Für Einweg-Verpackungen gelten im Rahmen des Green Deals besonders strenge Regelungen, um Müll zu vermeiden, die Umwelt zu schützen und so auch die Klimaziele voranzutreiben.

Gemeint sind zumeist die schwarzen Töpfe aus Kunststoff, in denen Händler etwa Kräuter oder Blumen anbieten. Nun müssen sowohl Baumärkte als auch andere Fachhändler sich auf Änderungen einstellen und nach Möglichkeit schon jetzt auf alternative Lösungen setzen. Möglich wären beispielsweise biologisch abbaubare Materialien, die als nachhaltige Gefäße für Pflanzen dienen könnten. Auch über potenzielle Pfandsysteme für Verbraucher wird bereits gesprochen. Noch ist allerdings offen, wann und in welcher Form die EU die Pläne umsetzt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)