
Snack-Salami und Schokoriegel in der einen, Apfel und Vollkornbrot in der anderen – so unterschiedlich sieht der Inhalt einer Brotdose von Schulkindern aus. Experten wissen, worauf es beim Pausen-Snack ankommt.
Bei vielen Familien muss es morgens schnell gehen. Da kommen „kindgerechte“ Fertig-Snacks für die Brotdose gerade recht. Doch die meisten davon sind nicht wirklich gesund, auch wenn sie den Anschein erwecken.
Das landet häufig in den Brotdosen der Kinder
Cracker, abgepackte Mini-Würstchen, Pudding, Chips und Schokolade – sind diese Produkte obendrein mit lustigen Bildchen versehen, finden Kids sie natürlich klasse. Außerdem sparen Eltern beim morgendlichen Befüllen der Brotdose reichlich Zeit. Schließlich muss nichts vor- oder zubereitet werden, da alles verzehrfertig ist. Doch tut man seinem Kind damit in vielerlei Hinsicht keinen Gefallen. Ebendiese Pausen-Snacks sind weder gesund noch sättigend. Eigentlich wissen viele Eltern das auch, ändern jedoch aus Unwissenheit, Unsicherheit oder Bequemlichkeit nichts daran. Immerhin gibt es inzwischen auch Frucht-Quetschies und -Riegel, abgepackte Mini-Möhrchen, Gürkchen und dergleichen. Davon sollte allerdings viel mehr in der Brotdose landen.
Expertenrat: Das gehört in die Brotdosen der Schulkinder
Eine gute Orientierungshilfe hierfür ist die Ampel. Unter Grün fallen Obst, Gemüse, Milch- und Vollkornprodukte sowie Nüsse. Diese dürfen täglich in die Snack-Box. Salzstangen, Cracker, Frucht- und Müsliriegel sowie Weizenprodukte sollten nur ein- bis zweimal pro Woche ihren Weg in die Brotdose finden. Die eingangs erwähnten Produkte fallen in die rote Kategorie, da sie voll von Zusatzstoffen und Zucker sind. Diese führen zu einem schnellen Anstieg des Blutzuckerspiegels, der ebenso schnell wieder fällt. Die Folgen sind Müdigkeit, Konzentrationsprobleme und Heißhunger.
Die Lebensmittel aus dem grünen Bereich halten dagegen länger satt. Obst und Gemüse liefern reichlich Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Auch Nüsse sind richtiges Superfood. Das darin enthaltene Eiweiß sorgt für eine lange Sättigung. Zusätzlich liefern Nüsse lebensnotwendige Fettsäuren und sind gut für die Herzgesundheit. Auch Vollkorn hält länger satt als Weizen. Milch und Milchprodukte liefern neben Proteinen Calcium, Jod sowie Vitamin B2 und B12, was unterstützend für die Knochengesundheit ist. Am wichtigsten sind jedoch ungesüßte Getränke. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bietet sogar Rezeptideen oder Verlinkungen zu Rezeptdatenbanken speziell für Familien an.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Ernährungsmediziner)














