
Ob man es glaubt oder nicht: Experten raten nun dazu, Pommes in der Mikrowelle zuzubereiten. So sollen sie viel gesünder sein. Die bisherigen Methoden sind demnach falsch. Für viele ist das eine Überraschung.
Genau dieses Problem rückt indessen eine aktuelle Studie aus dem Journal of Food Science in den Fokus – mit einem überraschenden Ergebnis. Denn laut den Forschern könnten Pommes künftig deutlich gesünder zubereitet werden. Die gute alte Mikrowelle kommt ins Spiel.
Pommes aus der Mikrowelle: Experten raten zu mehr Gesundheit
Im Zentrum der Untersuchung steht eine Kombination aus Mikrowellentechnologie und Heißluft. Dabei werden die Kartoffeln nicht wie üblich in großen Mengen Fett frittiert, sondern zunächst mithilfe von Mikrowellenenergie erhitzt. Diese sorgt dafür, dass das Wasser im Inneren der Pommes zügig verdampft. Gleichzeitig entstehen feine Strukturen, die später für die gewünschte Knusprigkeit sorgen. Anschließend kommt trockene Hitze – etwa durch Heißluft – zum Einsatz, um die Oberfläche zu bräunen.
Das entscheidende Ergebnis der Studie: Die so zubereiteten Pommes erreichen eine vergleichbare Knusprigkeit wie klassisch frittierte Varianten – enthalten dabei aber nur etwa ein Zehntel des Fettgehalts. Genau dieser Punkt macht die Methode so interessant, denn er stellt ein grundlegendes Problem der bisherigen Zubereitung infrage. Lange galt: Knusprige Pommes benötigen viel Fett. Die neuen Erkenntnisse zeigen nun, dass es auch anders geht.
Neues Verfahren aus der Mikrowelle macht Pommes gesünder
Die Mikrowelle übernimmt in diesem Verfahren eine zentrale Rolle: Sie reduziert die notwendige Fettmenge drastisch, ohne dass Konsistenz oder Geschmack komplett verloren gehen. Genau deshalb wird sie in der Forschung nicht mehr nur als Aufwärmgerät gesehen, sondern als ernstzunehmende Kochtechnik. Wer Pommes gesünder zubereiten möchte, sollte zunächst rohe Kartoffeln in gleichmäßige Stifte schneiden und gründlich mit Wasser abspülen, um überschüssige Stärke zu entfernen.
Im nächsten Schritt kommen die Pommes in die Mikrowelle. Auf einem flachen Teller verteilt und ohne Überlappung werden sie bei hoher Leistung mehrere Minuten erhitzt. Ziel ist es, möglichst viel Wasser aus den Kartoffeln zu ziehen, bevor überhaupt Fett ins Spiel kommt. Erst danach folgt der zweite Schritt: die Bräunung. Diese gelingt am besten im Backofen oder in einer Heißluftfritteuse, wo die Oberfläche trocken und knusprig wird.
(Quellen: University of Illinois Urbana-Champaign, dpa)














