
Erfreuliche Nachrichten für Liebhaber von gutem Fleisch: Experten sagen, dass rotes Fleisch wie Rind oder Lamm nicht so schlecht sei wie sein Ruf. Bei Auswahl und Verzehr kommt es allerdings auf folgende Punkte an, damit der Konsum gesund bleibt.
Wer auf seine Gesundheit achtet, sollte auf Fleisch lieber verzichten – so lautet die allgemeine Annahme. Doch aufgepasst: Diese Punkte wiegen viel stärker als ein Komplettverzicht.
So viel Fleisch landet bei den Deutschen auf dem Teller
Ob Steak, Bratwurst oder Schnitzel – in Deutschland landen pro Person jedes Jahr über 50 Kilogramm Fleisch auf dem Teller. Der Konsum hat sich insgesamt reduziert. Zum Vergleich: Im Jahr 1991 waren es noch über 60 Kilogramm. Während viele Menschen fleischhaltige Mahlzeiten bewusst reduzieren, verzichten andere inzwischen ganz auf tierische Produkte. Tierfreunde tun es oft, um Lebewesen zu schützen und Massentierhaltung zu bekämpfen. Vor allem ist es jedoch das zunehmende Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung, das immer häufiger zum Verzicht führt. Dass Fleisch partout ungesund ist, unterschreiben viele Fachleute so jedoch nicht.
Gesund oder ungesund: Was Experten wirklich zu Fleisch sagen
Einerseits ist es erwiesen, dass der regelmäßige Konsum von rotem Fleisch in hohen Mengen gesundheitsschädlich sein kann. Studien belegen das höhere Risiko für bestimmte Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Vor allem stark verarbeitete Produkte mit viel Nitritsalz und Fett lassen den Cholesterinspiegel steigen und fördern Entzündungen. Andererseits bietet es laut Ernährungsexperten gut verwertbares Eisen und wertvolles Eiweiß für den Körper. Zudem gelten viele Fleischsorten als B12-Lieferanten. Landet Fleisch häufiger auf dem Teller, sollten grundsätzlich magere, eiweißreiche Produkte wie Hähnchen- und Putenbrust bevorzugt werden. In Maßen kann es eine solche gesunde Ergänzung auf dem Speiseplan sein.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) rät dazu, wöchentlich höchstens 300 Gramm Fleisch zu essen. Bei gesundheitlichen Vorbelastungen gilt es, Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Neben Lamm, Rind und Co. sollten außerdem Beilagen wie Gemüse, Vollkorn und Hülsenfrüchte auf dem Speiseplan stehen. Wer gesundheitliche Risiken reduzieren will, entscheidet sich zudem für hochwertiges Fleisch ohne viele Zusätze. Auch auf die Zubereitung kommt es an: Statt Fleisch in reichlich Butter oder Öl zu frittieren, helfen schonendes Garen oder Dünsten, um der Entstehung schädlicher Stoffe vorzubeugen.
(Quellen: Ernährungsexperten, Gesundheitsstudien, Mediziner, dpa)














