
Allein bei Brennnesseln im Garten bekommen viele schon Gänsehaut, denn der Gedanke an Berührung löst bereits Abwehrreaktionen aus. Doch Experten sagen, man solle die Pflanzen nicht aus dem Garten entfernen.
Entgegen der intuitiven Eingebung sollte man die Brennnesseln laut Experten aus dem Garten nicht entfernen. Denn sie erfüllen einen wichtigen Zweck und können auf diese Weise sogar sehr hilfreich sein.
Bei Familien extrem unbeliebt: Brennnesseln werden aus den Gärten entfernt
Wer Brennnesseln im Garten hat, neigt dazu, diese sofort zu entfernen. Denn zum einen breiten sich die ungeliebten Pflanzen rasant aus und haben den Status von Unkraut. Zum anderen lösen sie beim versehentlichen Berühren ein unangenehmes Brennen aus. Gerade wer Kinder hat, zeigt sich hier besonders vorsichtig. Denn beim Spielen und Toben achtet der Nachwuchs nicht auf die Umgebung und landet schneller in den Brennnesseln, als Eltern „Nein“ rufen können. Zudem sind sie bei der Gartenarbeit lästig, denn auch hier kann es zu versehentlichen Berührungen kommen. Wer also nicht gerade Brennnessel-Tee selbst anbauen will, verzichtet lieber auf diese Pflanze.
Brennnesseln nicht aus dem Garten entfernen: Das raten Experten
Doch nicht nur Naturfreunde wollen die nützliche Pflanze unbedingt im Garten behalten. Auch Experten raten unbedingt dazu, die ungeliebte Pflanze nicht zu entfernen. Denn sie kann eine wichtige Funktion erfüllen: Wo sie wächst und sogar in Gruppen auftaucht, spricht dies für einen sehr nährstoff- und stickstoffreichen Boden. Möchte man also etwa Kürbis oder Kohl züchten, sollte man genau diese Flecken dafür auswählen.
Wachsen an einer Stelle im Garten vermehrt Gänseblumen, so spricht dies für eine eher schlechte Bodenqualität, so Experten. Bei solchen Pflanzen handelt es sich um sogenannte Zeigerpflanzen. Mit ihrer Hilfe kann man die Qualität des eigenen Bodens ohne teure Hilfsmittel ganz einfach selbst einschätzen. Allerdings raten Fachleute dazu, sich nicht nur auf eine Zeigerpflanze zu verlassen. Man sollte immer beobachten, ob es an einer Stelle mehrere solcher nützlichen Helfer gibt. Trifft dies zu, spricht das für eine gute Bodenqualität im Garten.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, SWR, Industrieverband Agrar, Bundesinformationszentrum Landwirtschaft)














