Experten warnen: Fleisch unter Wasser waschen ist gefährlich

Ein nicht zu erkennender Mann hält ein Stück rohes, rotes Fleisch unter den laufenden Wasserhahn. Auf diese Weise will er das Fleisch säubern, bevor er es kocht oder brät.
Symbolbild © istockphoto/Halfpoint

Viele waschen ihr Fleisch vor dem Garen unter Wasser ab. Doch Experten warnen vor dieser gängigen Praxis, denn diese kann gefährlicher werden, als Verbraucher denken mögen.

Es gehört bei den Menschen hierzulande zur gängigen Routine und doch stellt sich diese als massiver Fehler heraus. Experten warnen nämlich eindringlich davor, Fleisch unter Wasser zu waschen. Die Gründe leuchten sofort ein. Doch keiner denkt daran.

Besonders reinlich: Experten belegen das komplette Gegenteil

Wer gern kocht und die Speisen seiner Liebsten zubereitet, beschäftigt sich auch mit den Gegebenheiten rund ums Kochen. Dabei entwickeln viele Menschen eine Routine, die im ersten Moment normal und auch sinnvoll erscheint. Jeder weiß nämlich, dass man im Umgang mit rohem Fleisch besonders reinlich sein sollte. Dies führt dazu, dass die meisten Verbraucher das Fleisch aus der Verpackung nehmen und es unter fließendes Wasser halten. Auf diese Weise soll verbleibendes Blut und andere angesammelten Flüssigkeiten zuverlässig abgewaschen werden. Doch Experten zeigen auf, dass dieses Vorgehen alles andere als hygienisch ist. Viele denken nur nicht an die Konsequenzen.

Das A und O: Diese Küchenhygiene sollte man praktizieren

Rohes Geflügel- und Schweinefleisch sind besonders anfällig für Bakterien. Deshalb steht bereits auf jeder Verpackung, dass man das Fleisch vor dem Verzehr gut durchbraten und auf keinen Fall roh essen sollte. Dabei gibt es Menschen, die es mit der Hygiene sehr genau nehmen und das Fleisch abwaschen. Doch genau damit verteilt man die potenziellen Bakterien in der gesamten Küche, so die Experten. Wenn man das Fleisch nämlich unter das fließende Wasser hält, spritzt dieses überall hin und verteilt damit die Keime in alle Richtungen. Messungen haben gezeigt, dass im Umkreis von bis zu 50 Zentimetern die Kontaminierung durch diese Routine nachweisbar war.

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Dies ist besonders gefährlich für alle Lebensmittel, die nicht mehr gegart werden und in diesem Umkreis liegen, zum Beispiel Salate. Deshalb raten Experten dazu, lieber ein Küchenpapier zur Hand zu nehmen und das Fleisch trocken zu tupfen. So entfernt man überschüssige Flüssigkeiten und damit auch einen Teil der Keime. Diese werden jedoch nur zuverlässig abgetötet, wenn man das Fleisch zwischen 70 und 80 Grad erhitzt und es komplett durchgart. Nach der Berührung mit dem rohen Fleisch sollte man alles Utensilien sowie die eigenen Hände gründlich säubern. Dies gilt auch für die Arbeitsflächen.