Experten warnen vor Gartenarbeit im Februar – „Nicht machen“

Eine Hecke im Garten wird gerade mit einer Schere geschnitten. Die Hecke ist saftig grün, während der Arbeiter, der die Schere bedient, Sicherheitshandschuhe trägt. Es ist eine Millimeterarbeit zur Verschönerung des Gartens.
Symbolbild © istockphoto/Irina Starikova

Jetzt sprechen die Experten eine deutliche Warnung aus. Denn bestimmte Gartenarbeiten sollte man im Februar nicht vornehmen. Das könnte sonst ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen.

Auch wenn es momentan noch dunkel und kalt ist, lässt der Frühling nicht mehr lange auf sich warten. Viele fangen bereits im Februar mit der Gartenarbeit an. Doch dabei sollte man auf etwas ganz Bestimmtes achten.

„Nicht machen“: Experten sprechen Warnung aus

Bald locken die ersten milden Tage wieder die ersten Hobbygärtner nach draußen. Viele können die Gartenarbeit bereits im Februar schon gar nicht mehr erwarten. Wenn die Sonne erst wieder länger scheint und erste Knospen sichtbar werden, wollen leidenschaftliche Hobbygärtner bereits zur Gartenschere greifen. Doch genau hierbei schlagen die Experten Alarm: Denn einige Pflanzen darf man jetzt auf keinen Fall schneiden. Wer dennoch Hand anlegt, riskiert ausbleibende Blüten oder sogar dauerhafte Schäden an den Pflanzen. So verlockend die Gartenarbeit im Februar auch ist: Klassische Frühblüher wie Hortensien oder Forsythien sollte man nicht stark schneiden. Andernfalls entfernt man unter Umständen die komplette Blütenbasis für den Sommer. Das Resultat: viel Grün, aber keine Blüten. Experten empfehlen darum höchstens einen sehr behutsamen Schnitt.

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Und auch bei Bäumen ist bei der Gartenarbeit im Februar Vorsicht geboten. Walnuss- und Ahornbäume weisen im Spätwinter einen besonders starken Saftfluss auf. Werden diese Pflanzen geschnitten, „bluten“ sie stark und verlieren viel Pflanzensaft. Das schwächt die Bäume erheblich und macht sie anfällig für Krankheiten. Besser: die Gehölze im Spätsommer oder Frühherbst schneiden.

Hier sollten Hobbygärtner besser aufpassen

Steinobstbäume wie Pflaume, Kirsche oder Aprikose sind ebenfalls sehr sensibel. Offene Schnittstellen im Winter oder auch Spätwinter bieten Krankheitserregern ideale Angriffsflächen. Auch hier ist ein Schnitt nach der Ernte im Sommer ratsam. Experten betonen aus diesem Grund: Nicht jede milde Februarphase ist automatisch der Startschuss für radikale Gartenarbeit. Wer sich unsicher ist, sollte sich genau über die jeweilige Pflanzenart informieren. Denn ein falscher Schnitt bei der Gartenarbeit im Februar kann die Blütenpracht einer ganzen Saison zunichtemachen.

Zudem gilt ab dem 1. März in Deutschland ein klarer gesetzlicher Schutz für Hecken, Sträucher und Bäume. Dann ist das Schneiden von Hecken und anderen Gehölzen bis zum September nicht mehr erlaubt. Mit dieser Maßnahme will man die Vögel schützen, die in dieser Zeit zu brüten anfangen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Plantura)